Zum Inhalt springen
Büroarbeit automatisierenBetrieb & BetreuungAnrufen +43 680 551 3524

Brandschutz · Abschottungen nach Bauartgenehmigung

Brandschottprotokoll: Abschottung, Verwendbarkeitsnachweis und Kabeldurchführung nachweisen

Kabeltrasse durch die Brandwand, Schott verschlossen, aber nichts dokumentiert. Bei der Abnahme fragt der Prüfer nach Nachweisnummer, Belegung und Fotos. Eine Abschottung zählt im Brandfall nur, wenn sie dem Verwendbarkeitsnachweis entspricht und das später belegt werden kann.

Das digitale Brandschottprotokoll führt je Durchführung durch Nachweis, Belegung und Fotos und erzeugt daraus die Schottliste für die Abnahmemappe.

Rechtsrahmen für Abschottungen in Deutschland

  • Landesbauordnung und MLAR: Leitungsdurchführungen durch Wände und Decken mit Feuerwiderstandsanforderung folgen der Landesbauordnung und der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie in der Landesfassung.
  • Verwendbarkeitsnachweis: allgemeine Bauartgenehmigung (aBG), allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) oder Europäische Technische Bewertung (ETA), je nach System und Einsatzfall.
  • Klassifizierung: Feuerwiderstand nach DIN EN 13501-2, zum Beispiel EI 30 oder EI 90. Ältere Nachweise führen S 90 nach DIN 4102.
  • Übereinstimmung: Der Ausführende bestätigt, dass die Abschottung dem Nachweis entsprechend eingebaut wurde, und kennzeichnet sie nach den Vorgaben des Nachweises.

Inhalt des Protokolls

1. Abschottungssystem und Nachweis

Je Schott werden Hersteller und Produkt, Art des Nachweises mit Nummer und Geltungsdauer sowie die Feuerwiderstandsklasse festgehalten. Dazu kommt das Bauteil, durch das geführt wird: Massivwand, Leichtbauwand oder Geschossdecke, jeweils mit Dicke in mm und Feuerwiderstandsklasse. Das System muss für genau diese Kombination geprüft sein; die Kombination wird als Pflichtfeld abgefragt.

2. Belegung, Füllgrad und Schottdicke

Die Belegung wird nach Kabeln, Rohren und Trassen getrennt erfasst: Kabeltyp, Außendurchmesser, Anzahl; Rohrmaterial (Stahl, Kupfer, Kunststoff) mit Durchmesser und Isolierung; Kabeltrassen mit Breite. Dazu kommen Größe der Öffnung, Füllgrad im Verhältnis zum zugelassenen Höchstwert und Dicke des Verschlusses. Als Verschlussart wählen Sie Mörtel, Platte, Schaum, Manschette oder Weichschott.

3. Fotos, Kennzeichnung und Schottliste

Je Abschottung entstehen mindestens zwei Fotos: offen mit sichtbarer Belegung und fertig mit Kennzeichnungsschild. Die Kennzeichnung nennt, was der Nachweis vorgibt, üblicherweise Hersteller, Systemtyp, Nachweisnummer, Feuerwiderstandsklasse, Ausführender und Datum. Alle Schotte eines Bauvorhabens fließen in die Schottliste mit Nummer, Lage und Foto, die dem Prüfer vorgelegt wird.

4. Nachbelegung und spätere Änderungen

Werden Kabel nachträglich durch ein bestehendes Schott gezogen, öffnen Sie die Abschottung, ergänzen die Belegung, prüfen den Füllgrad gegen den Nachweis und verschließen neu. Das Nachbelegungsprotokoll wird mit dem Erstprotokoll verknüpft, sodass die Historie eines Schotts lückenlos bleibt. Passt der Füllgrad nicht mehr zum Nachweis, ist das ein Mangel und kein Nachtrag im Protokoll.

Diese Vorlage als druckfertiges PDF

Fertig formatiert mit Platzhaltern für Ihren Betrieb. Direkt ausfüllen und an den Kunden schicken.

Brandschottprotokoll-Vorlage als PDF öffnen

Ohne Anmeldung.

Lieber direkt sprechen statt PDF ausfüllen? Erstgespräch buchen

Häufige Fragen

Was muss ein Brandschottprotokoll in Deutschland enthalten?

Einbauort mit Bauteil (Wand oder Decke, Geschoss, Achse), Abschottungssystem mit Hersteller und Produkt, Verwendbarkeitsnachweis (allgemeine Bauartgenehmigung, allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis oder Europäische Technische Bewertung), Belegung mit Kabeln, Rohren und Trassen, Füllgrad, Schottdicke, Feuerwiderstandsklasse, Fotos vor und nach dem Verschluss, Kennzeichnung sowie Ausführender und Datum.

Welche Verwendbarkeitsnachweise gibt es für Abschottungen?

Üblich sind die allgemeine Bauartgenehmigung (aBG), das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis (abP) und die Europäische Technische Bewertung (ETA). Welcher Nachweis zum Einsatz passt, steht in der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen und den Landesfassungen. Im Protokoll tragen Sie die Nummer des Nachweises ein und halten fest, dass die Ausführung dem Nachweis entspricht.

Welche Regel gilt für Leitungen durch Wände und Decken?

Leitungsdurchführungen durch feuerwiderstandsfähige Bauteile regelt die Landesbauordnung zusammen mit der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR) in der Fassung des jeweiligen Bundeslands. Welche Abschottung erforderlich ist, ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept des Bauvorhabens.

Wie nenne ich die Feuerwiderstandsklasse richtig?

Aktuelle Nachweise geben die Klassifizierung nach DIN EN 13501-2 an, zum Beispiel EI 90. Ältere Zulassungen nennen noch S 90 nach DIN 4102. Übernehmen Sie die Angabe aus dem Nachweis und mischen Sie die Bezeichnungen nicht.

Wer bekommt das Protokoll bei der Abnahme?

In der Regel Bauleitung, Fachplaner Brandschutz und bei prüfpflichtigen Vorhaben der Prüfsachverständige für Brandschutz. Das Protokoll mit Fotos und Schottliste wird als PDF exportiert und der Abnahmemappe beigelegt. Für Ihre eigene Absicherung bleibt eine Kopie im Auftrag gespeichert.

Was kostet werkflow für Brandschutzbetriebe?

werkflow übernimmt Betrieb und Betreuung Ihrer Software einschließlich kleinerer Anpassungen. Für größere Entwicklungen vereinbaren wir gesonderte Entwicklungsmonate. Digitale Brandschott- und Brandmelderprotokolle, Angebote, Rechnungen und der DATEV-Export sind im Projektumfang enthalten. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein schriftliches Angebot.

Sie verdienen gut auf der Baustelle - aber wie viele Stunden sitzen Sie unbezahlt im Büro?

Bürozeit-Rechner starten

15 Minuten. Klarheit für Ihren Betrieb.

Im Erstgespräch klären wir, ob und wo werkflow bei Ihnen ansetzen kann.

1

Wir hören zu · 15 Minuten

Wie läuft Ihr Betrieb? Wo bleibt die Zeit liegen? Wir stellen Fragen, Sie erzählen.

2

Sie bekommen einen konkreten Vorschlag

Wir ordnen ein, was sich lohnt und was nicht, und schlagen einen passenden nächsten Schritt vor.

Persönliche Antwort innerhalb von 24 Stunden. Kein Bot, kein Callcenter.

oder Leitfaden

Leitfaden: In 4 Schritten zum automatisierten Betrieb

8 Minuten Lesezeit. Direkt per E-Mail.

Kein Spam. Wir melden uns persönlich.

AnrufenWhatsApphallo@werkflow.at
oder gleich einen Termin wählen

Was passiert im Erstgespräch?

  • ✓Sie erzählen, wie Ihr Betrieb läuft (10 Min)
  • ✓Wir fragen nach - kein Fragebogen, kein Pitch
  • ✓Wir prüfen Ihre bestehenden Tools auf Zukunftsfähigkeit
  • ✓Wir kommen mit 2-3 konkreten Vorschlägen zurück
  • ✗Kein Vertrag, kein Kleingedrucktes, keine Verpflichtung

“Endlich mal jemand der zuhört.” - Franz H., Tischlermeister

Verfügbare Termine laden...
Unverbindlich
Ehrliche Einschätzung, kein Verkaufsgespräch
Brandschottprotokoll: Abschottungen nach Bauartgenehmigung und MLAR dokumentieren | werkflow