Metallbau · Subunternehmer Vorlage

Metallbau Subunternehmer Vorlage 2026 - Vertrag für GU & NU

Metallbaubetriebe, die Nachunternehmer einsetzen oder selbst als NU tätig sind, brauchen einen Vertrag, der DIN EN 1090, Schweißzertifikate, Korrosionsschutz und Montageverantwortung abdeckt. Kernthemen: §13b UStG, WPK-Nachweis, Krangestellung und Gewährleistung.

Pflichtangaben im Metallbau-Subunternehmervertrag

1. Vertragsparteien & Leistungsabgrenzung

  • GU und NU: Firma, Adresse, Steuernummer, DIN EN 1090-Zertifikat
  • Leistungsbeschreibung: Konstruktionsgewicht (t), Profiltypen, Montageumfang
  • Materialvorgabe: Stahlgüte (S235, S355), Oberflächenbehandlung
  • Abgrenzung: Fertigung im Werk vs. Baustellenmontage

2. Vergütung & §13b UStG

  • Einheitspreise pro kg Stahlbau oder Pauschalpreis je Bauabschnitt
  • §13b UStG: NU-Rechnung netto, GU schuldet 19% MwSt
  • Abschlagszahlungen nach Montagefortschritt (VOB/B §16)
  • Krankosten: Zuordnung GU oder NU im Vertrag regeln

3. Haftung & Gewährleistung

  • Gewährleistung: 4 Jahre VOB/B, 5 Jahre BGB §634a
  • Korrosionsschutz nach DIN EN ISO 12944 — Schichtdickenmessung als Abnahmevoraussetzung
  • Betriebshaftpflicht NU min. 5 Mio. EUR bei tragenden Konstruktionen
  • Schweißnahtprüfung (VT, PT, UT) — Kosten und Durchführung regeln

4. DIN EN 1090 & Schweißzertifikate

  • NU muss gültige WPK nach DIN EN 1090 nachweisen
  • Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606 mit Gültigkeitsdatum
  • Schweißanweisungen (WPS) für alle Nahttypen vorlegen
  • Ausführungsklasse (EXC1-EXC4) im Vertrag festlegen

5. Kündigung & Vertragsende

  • Außerordentliche Kündigung bei fehlenden Zertifikaten oder Qualitätsmängeln
  • Sicherheitseinbehalt: 5% der Schlussrechnung
  • Schlussabrechnung innerhalb 30 Tagen nach Abnahme
  • Übergabe aller Schweißdokumentationen und Werkszeugnisse

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Häufige Fragen

Gilt §13b UStG für Metallbau-Nachunternehmer?

Ja. Metallbau- und Stahlbauarbeiten sind Bauleistungen im Sinne des §13b UStG. Der NU stellt eine Nettorechnung mit Hinweis auf Steuerschuldnerschaft aus. Der GU schuldet 19% MwSt an das Finanzamt.

Welche Schweißzertifikate muss der Metallbau-NU nachweisen?

DIN EN 1090 fordert: Werkseigene Produktionskontrolle (WPK), Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606, gültige Schweißanweisungen (WPS) und Schweißaufsicht. Im Subunternehmervertrag Zertifikatspflicht und Gültigkeitsdauer regeln.

Wer haftet für Korrosionsschäden an Stahlkonstruktionen des NU?

Der NU haftet für fachgerechten Korrosionsschutz nach DIN EN ISO 12944. Schichtdicken und Beschichtungssysteme im Vertrag festlegen. Betriebshaftpflicht NU min. 5 Mio. EUR bei tragenden Konstruktionen.

Wie regelt man die Montageverantwortung im Metallbau-Subunternehmervertrag?

Klar abgrenzen: Wer stellt Hebezeuge (Kran, Hubarbeitsbühne)? Wer koordiniert die Montagereihenfolge? Statische Freigabe vor Montage durch wen? Montageplanung und -überwachung nach DIN EN 1090-2 im Vertrag verankern.

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