Metallbauer · Stundensatz 2026

Metallbauer Stundensatz 2026: 58–96 €/h — Metallbau-Kalkulation für Deutschland

Der Metallbauer-Stundensatz in Deutschland liegt 2026 zwischen 58 und 96 €/h netto. DIN EN 1090-Zertifizierung (CE-Kennzeichnung Stahlbau), Schweißerprüfungen nach EN ISO 9606 und volatile Stahl- und Aluminiumpreise sind die entscheidenden Kalkulationsfaktoren im Metallbau.

Stundensatz-Richtwerte für Metallbauer 2026

QualifikationStundensatz nettoTypische Einsätze
Metallbauer-Geselle58 – 72 €/hGeländer, Tore, Stahlkonstruktionen
Metallbauer-Meister76 – 96 €/hPlanung, Abnahmen, CE-Dokumentation
Schweißspezialist (EN ISO 9606)66 – 87 €/hTragkonstruktionen, Druckbehälter, DIN EN 1090

Metallbau-Stundensatz und Qualifikationsaufschläge

1. Gesellentarif, Meister und Schweißerprüfung

Der Tarifvertrag Metallbau (IG Metall) legt Mindestlöhne nach Entgeltgruppen fest. Arbeitgebernebenkosten von rund 80 % auf den Bruttolohn (Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft Metall, Urlaubs- und Weihnachtsgeld) sind die Lohnkostenbasis. Schweißerprüfungen nach EN ISO 9606 kosten 300–600 € pro Prüfer und müssen alle 2 Jahre erneuert werden — Erneuerungskosten als Personalentwicklungsumlage auf Jahresstunden. Edelstahlarbeiten und Aluminiumschweißen rechtfertigen 10–18 €/h Materialaufschlag über dem Stahlschweißansatz.

2. DIN EN 1090-Zertifizierungskosten und -umlage

DIN EN 1090 (EXC 1–4) ist die CE-Norm für tragende Stahl- und Aluminiumkonstruktionen. Erstkosten für die Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) und Erstzertifizierung: 5.000–15.000 €. Jährliche Überwachungsaudits: 1.500–3.000 €. Bei 2.000 Fertigungsstunden/Jahr ergibt das 3,25–9,00 €/h Zertifizierungsumlage. CE-Dokumentation je Baugruppe (Leistungserklärung, Prüfzeugnisse EN 10204, Schweißprotokoll): 0,5–2 Stunden Verwaltungsaufwand als Pflichtposition einkalkulieren.

Schweißgas, Materialzuschläge und Nachtragsmanagement

3. Schweißgas und Edelstahlzuschlag

Schutzgas für MIG/MAG (Argon-CO2-Gemisch, z. B. Corgon 18): 0,80–2,50 €/h. Edelschutzgas für WIG-Schweißen (Reinargon 4.6): 1,50–4,00 €/h. Schweißzusätze (Massivdraht, Fülldraht, Stabelektroden) als separate Materialposition. Stahlpreise (Warmband HRC, Flachprofile, Rohre) schwankten 2020–2024 um bis zu 80 % — 20–30 % Materialaufschlag auf Tageseinkaufspreis + Preisanpassungsklausel bei Projekten über 30 Tage Vorlaufzeit. Edelstahlzuschlag auf Werkstoffpreis: 150–400 % gegenüber S235-Stahl.

4. Fertigungsstunden und Nachkalkulation

Fertigungsaufwand wird nach Schweißnahtlänge (lfd. m) × Nahtquerschnitt × Schweißposition (PA/PB/PC/PF) vorkalkuliert. Gerätepauschale Schweißanlage, Plasmaschneider und Abkantpresse: 10–20 €/h. Nachkalkulation über werkflow: Regieberichte auf der Baustelle erfassen, Ist-Stunden vs. Soll-Stunden je Position auswerten. Nachtrag bei Planänderungen wird als eigene Auftragsposition angelegt — DATEV-Export am Monatsende für Kostenträgerrechnung.

  • Maschinenabschreibung: Schweißanlage MIG/MAG 5.000–20.000 €, Plasmaschneider 8.000–35.000 €, Abkantpresse 15.000–80.000 €. Über 8–10 Jahre auf Jahresstunden umlegen.
  • Mehrwertsteuer: 19 % auf den Netto-Stundensatz. Im Angebot immer netto + MwSt separat ausweisen.
  • DATEV-Export: monatliche Kostenträgerrechnung nach Auftrag, Schallschutz- und Zertifizierungskosten als eigenständige Kostenart.

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Schweißgas, DIN EN 1090-Zertifizierungsumlage und Maschinenabschreibung automatisch berücksichtigt.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Metallbauer pro Stunde in Deutschland 2026?

Ein Metallbauer-Geselle berechnet 58-72 €/h, ein Meister 76-96 €/h. Schweißspezialisten mit EN ISO 9606-Prüfung (Schweißerprüfzeugnis) liegen 8-15 €/h über dem Gesellentarif. DIN EN 1090-zertifizierte Betriebe (CE-Kennzeichnung Stahlbau) können Zertifizierungsaufschlag von 5-10 €/h rechtfertigen. Edelstahlarbeiten und Aluminiumschweißen: +10-18 €/h gegenüber Stahlschweißen.

Wie wird der DIN EN 1090-Zertifizierungsaufschlag kalkuliert?

DIN EN 1090-Zertifizierung (EXC 1-4) kostet Erstaufwand 5.000-15.000 € + jährliche Überwachungsaudits 1.500-3.000 €. Bei 2.000 Arbeitsstunden/Jahr = 3,25-9 €/h Zertifizierungsumlage. CE-Dokumentation (Leistungserklärung, Prüfzeugnisse EN 10204) als Zeitaufwand 0,5-2 Stunden je Baugruppe zusätzlich einkalkulieren.

Wie werden Schweißgas und Materialzuschläge im Stundensatz berücksichtigt?

Schutzgas für MIG/MAG (Argon-CO2-Gemisch): 0,80-2,50 €/h. Edelschutzgas für WIG (Reinargon): 1,50-4,00 €/h. Schweißzusätze (Stabelektroden, Draht) als Materialposition. Stahlpreise (Warmband, Profile) schwanken stark — werkflow empfiehlt 20-30 % Materialaufschlag auf Tagespreis + monatliche Preisanpassungsklausel im Angebot.

Wie berechnet werkflow Metallbau-Stunden und Nachtragsmanagement?

Fertigungsaufwand wird nach Schweißnahtlänge × Nahtvolumen × Position vorkalkuliert. Werkzeugkosten (Schweißgerät, Plasmaschneider, Abkantpresse) als Gerätepauschale 10-20 €/h. Nachtrag bei Planänderungen: werkflow erfasst Regieberichte auf der Baustelle, DATEV-Export am Monatsende.

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