Spengler · Stundenzettel Vorlage
Spengler Stundenzettel Vorlage: MiLoG § 17 + SOKA-DACH — alle Pflichtfelder für Dach und Blech
Spengler- und Klempnerbetriebe haben gegenüber anderen Gewerken besondere Anforderungen an die Zeiterfassung. MiLoG § 17 und SOKA-DACH schreiben Beginn, Pausenzeit und Nettostunden vor — zusätzlich müssen Dachfläche m², Blechqualität/Material-Chargennummer, Dichtheitsprüfung nach DIN 18195 und der Arbeitshöhe-Zuschlag als Pflichtfelder dokumentiert werden.
Spengler Stundenzettel Vorlage: alle Pflichtfelder
Block 1 — Header: Identifikationsfelder (4 Felder)
- Firma / Betrieb: vollständiger Name des Spengler- oder Klempnerunternehmens
- Datum: Arbeitstag (TT.MM.JJJJ)
- Baustelle / Auftragsnummer: Projektbezeichnung + interne Auftragsnummer (für Nachkalkulation, DATEV-Kostenstelle und SOKA-DACH-Meldung)
- Mitarbeiter: Vor- und Nachname (Pflicht nach MiLoG § 17 Abs. 1)
Block 2 — Zeiterfassung: MiLoG-Pflichtfelder (4 Felder)
- Arbeitsbeginn: Uhrzeit (HH:MM) — Pflicht MiLoG § 17
- Arbeitsende: Uhrzeit (HH:MM) — Pflicht MiLoG § 17
- Pausenzeit: Dauer in Minuten (Pflicht ArbZG § 4: mind. 30 Min. bei >6h, mind. 45 Min. bei >9h)
- Nettostunden: Arbeitsstunden nach Abzug der Pausen
Block 3 — Spengler-spezifische Felder (6 Felder)
- Dachfläche m²: ausgeführte Fläche je Dachbereich (Traufe / First / Ortgang / Kehle) — Abrechnungsgrundlage VOB/B-Einheitspreisvertrag und SOKA-DACH-Meldung
- Blechqualität / Material-Chargennummer: Titanzink / Kupfer / Aluminium / Edelstahl mit Chargennummer aus dem Lieferschein — Pflicht für Gewährleistungsnachweis
- Dichtheitsprüfung nach DIN 18195: Prüfdatum, Prüfmethode (Wasserprobe / Druckprobe), Ergebnis und Unterschrift des Prüfers — Pflicht bei Flachdach und wasserführenden Ebenen
- Arbeitshöhe-Zuschlag: Einsatzhöhe in Metern (ab 2 m Absturzhöhe DGUV-pflichtig) — Grundlage für Lohnzuschlag und Haftungsabgrenzung
- Absturzsicherung: Typ der Absturzsicherung (Dachfanggerüst / Seitenschutz / PSAgA) und Prüfnachweis-Referenz nach DGUV Vorschrift 38
- Schlechtwetter-Unterbrechung: Uhrzeit Beginn + Ende + Ursache — Pflicht für SOKA-DACH Schlechtwettergeld-Antrag
Block 4 — Tätigkeitsbeschreibung (2 Felder)
- Durchgeführte Arbeiten: Freitextfeld — genaue Beschreibung (z.B. "Titanzink Stehfalzdeckung Dachfläche Süd 42 m², Kehlanschluss Bitumenbahn, Dichtheitsprüfung bestanden")
- Besonderheiten / Behinderungen: Abweichungen vom Plan, Behinderungen nach VOB/B § 6, Nachtragspotenzial
Block 5 — Rechtliche Pflichtfelder (3 Felder)
- Unterschrift Mitarbeiter: handschriftlich oder qualifizierte elektronische Signatur (QES nach eIDAS)
- Unterschrift Vorarbeiter / Meister: Gegenzeichnung — Voraussetzung für SOKA-DACH-Meldung und Lohnprüfung nach MiLoG
- Unterschrift Auftraggeber / Bauleiter AG: Bestätigung für Regieabrechnung und VOB/B-Aufmaß
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Was schreibt MiLoG § 17 für Spengler- und Klempnerbetriebe vor?
MiLoG § 17 verpflichtet Spengler- und Klempnerunternehmen, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufzuzeichnen — spätestens bis zum Ende des 7. auf den Arbeitstag folgenden Kalendertags. Aufbewahrungspflicht 2 Jahre. SOKA-DACH (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse Dachdeckerhandwerk) verlangt zusätzlich eine Pflichtmeldung der geleisteten Stunden pro Monat. Besonderheit: Höhenarbeit auf Dächern erfordert die gesonderte Dokumentation des Arbeitshöhe-Zuschlags und der Absturzsicherungsmaßnahmen gemäß DGUV Vorschrift 38.
Warum muss die Dachfläche m² auf dem Spengler Stundenzettel dokumentiert werden?
Die Dachfläche m² ist die zentrale Abrechnungseinheit im Spengler- und Dachdeckerhandwerk. Bei der SOKA-DACH Lohnmeldung bildet sie die Grundlage für die Urlaubskassen-Berechnung pro Lohnperiode. Für die VOB/B-Aufmaßabrechnung wird die ausgeführte m²-Fläche je Dachbahn, Blechsorte und Dachneigung separat erfasst. Ohne m²-Angabe ist keine Einheitspreisabrechnung nach VOB möglich und die Nachkalkulation für Folgeaufträge entfällt.
Wie werden SOKA-DACH Beiträge im Stundenzettel berücksichtigt?
SOKA-DACH (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse Dachdeckerhandwerk) erhebt ca. 16,5% des Bruttolohns als Pflichtbeitrag. Der Stundenzettel muss die geleisteten Arbeitsstunden pro Mitarbeiter, Urlaubsstunden-Nachweis und eventuelle Schlechtwetterausfälle dokumentieren, da diese direkt in die monatliche SOKA-DACH-Meldung einfließen. Urlaubsstunden werden über den Stundenzettel von SOKA-DACH erstattet — fehlende Nachweise führen zu Ablehnungen der Urlaubsgeldanträge.
Kann ich den Spengler Stundenzettel digital erfassen und DATEV-kompatibel exportieren?
Ja — werkflow erfasst Spengler-Stundennachweise digital auf der Baustelle, dokumentiert Dachfläche m², Material-Chargennummer, Dichtheitsprüfung und Arbeitshöhe-Zuschlag automatisch und exportiert am Monatsende alle Stundenzettel im DATEV-Format. MiLoG-konforme Aufbewahrung 2 Jahre sowie SOKA-DACH-Meldungsexport sind inklusive.