Kalkulation · Handwerk Deutschland
Preiskalkulation im Handwerk: Stundensatz, Material, Gewinn - richtig kalkulieren
Viele Handwerker arbeiten für zu wenig Geld - nicht weil ihre Preise zu niedrig sind, sondern weil ihre Kalkulation unvollständig ist. Overhead vergessen. Material zum Einkaufspreis angesetzt statt mit Aufschlag. Fahrtzeit nicht verrechnet. Ausfallzeiten nicht eingepreist.
werkflow baut korrekte Kalkulation automatisch in jedes Angebot ein - basierend auf Ihren einmalig definierten Regeln. So müssen Sie nie wieder manuell nachrechnen, ob ein Auftrag tatsächlich profitabel ist.
Die häufigsten Kalkulationsfehler im Handwerk
1. Overhead wird vergessen
Bürokosten, Versicherungen, Fahrzeugkosten, Werkzeugverschleiß, Buchhaltung, Telefon - all das kostet Geld, auch wenn kein Auftrag laufend ist. Diese Fixkosten müssen auf die produktiven Stunden umgelegt werden. Wer das nicht tut, kalkuliert automatisch zu günstig.
2. Material wird zum Einkaufspreis angesetzt
Material kostet nicht nur den Einkaufspreis. Es kostet Lagerkosten, Beschaffungszeit, Transportkosten, das Risiko von Ausschuss und Restmengen. Ein Materialaufschlag von 15 bis 30 Prozent ist branchenüblich und berechtigt. Wer ihn nicht nimmt, finanziert Materialpuffer selbst.
3. Fahrtzeit wird nicht verrechnet
Ein Monteur, der 45 Minuten zur Baustelle fährt, arbeitet diese Zeit für das Unternehmen - auch wenn er noch keinen Handschlag am Objekt gemacht hat. Wird diese Zeit nicht verrechnet, sinkt der effektive Stundensatz erheblich. Bei zwei Einsätzen pro Tag mit je 30 Minuten Fahrt sind das eine Stunde täglich - über 200 Arbeitstage 200 Stunden unverrechnet pro Monteur pro Jahr.
4. Produktive Stunden werden überschätzt
Ein Mitarbeiter mit 40 Stunden Woche arbeitet keine 40 Stunden produktiv. Urlaub, Krankheit, Schulungen, Besprechungen, Fahrten, Wartezeiten - der DIN-konforme Ansatz für tatsächlich verrechenbare Stunden liegt typisch bei 60 bis 70 Prozent der Gesamtarbeitszeit. Wer mit 80 Prozent rechnet, ist zu optimistisch.
Wie werkflow korrekte Kalkulation automatisch einbaut
werkflow übernimmt die Kalkulation für jedes Angebot auf Basis einmalig definierter Regeln:
- Stundensatz: Ihr kalkulierter Verrechnungssatz pro Leistungskategorie - Meister, Geselle, Lehrling, Spezialleistung
- Materialaufschlag: Automatischer Aufschlag auf alle Materialkosten nach Ihren Regeln
- Fahrtkosten: Pauschale oder streckenbasiert, abhängig von der Objektadresse
- Nebenleistungen: Schutzmaßnahmen, Entsorgung, Kleinmaterial - als Pauschale oder Prozentsatz
- Gewinnmarge: Aufschlag auf alle Nettopositionen nach Ihrer Vorgabe
Das Ergebnis: Jedes Angebot, das werkflow erstellt, ist vollständig kalkuliert. Sie müssen nur prüfen, ob die Positionen stimmen - nicht ob die Rechnung aufgeht.
Erst den richtigen Stundensatz berechnen
Unser Regiestundensatz-Rechner führt Sie in fünf Minuten durch die vollständige Kalkulation Ihres Stundensatzes - mit allen Kostenblöcken.
Stundensatz berechnenHäufige Fragen
Wie berechne ich den richtigen Stundensatz im Handwerk?
Der Stundensatz muss alle Kosten des Betriebs plus Gewinnaufschlag decken. Basis ist der Jahresumsatz geteilt durch die produktiven Stunden - also nicht die Gesamtstunden, sondern nur die tatsächlich verrechenbaren Stunden (typisch 60 bis 75 % der Arbeitszeit). Dazu kommen Overhead (Büro, Fahrzeuge, Versicherungen), Lohnnebenkosten, Gewinnmarge und Wagnis. Unser Rechner unter /regiestundensatz-rechner-handwerk führt Sie Schritt für Schritt durch.
Kann werkflow Materialaufschläge automatisch berechnen?
Ja. Sie hinterlegen Ihre Aufschlagslogik einmalig: zum Beispiel 25 Prozent auf Einkaufspreise unter 500 Euro, 20 Prozent auf Einkaufspreise über 500 Euro, 15 Prozent auf Großgebindeware. Wenn werkflow ein Angebot erstellt, wendet es diese Regeln automatisch an. Sie müssen keinen Aufschlag manuell eintippen.
Wie verrechne ich Fahrtzeit und Anfahrtskosten richtig?
Fahrtzeit ist Arbeitszeit - und sie muss verrechnet werden. Die häufigste Variante: Pauschale pro Einsatz (z.B. 25 Euro Anfahrtspauschale) plus Stundensatz für Fahrzeit ab einer Mindestentfernung. werkflow integriert das automatisch in jedes Angebot auf Basis der Adresse des Kunden und Ihrer definierten Fahrtkostenregel.
Was mache ich bei schwankenden Materialpreisen - zum Beispiel Kupfer oder Holz?
werkflow kann Angebote mit Preisgleitklausel erstellen: eine Formulierung, die klarstellt, dass Materialpreise bei Auftragserteilung mit mehr als X Prozent Abweichung vom Angebotsdatum neu kalkuliert werden. Das schützt Sie vor Preisrisiken bei langen Auftragsvorlaufzeiten. Wir konfigurieren das nach Ihrem Bedarf.
Kann werkflow ein Angebot nachkalkulieren, wenn Kosten sich geändert haben?
Ja. Sie schicken werkflow eine kurze Mitteilung - 'Lieferant XY hat Holzpreise um 12 Prozent erhöht' - und werkflow aktualisiert alle betroffenen offenen Angebote oder kennzeichnet sie zur Überprüfung. Kein manuelles Durcharbeiten aller Angebote.