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Dachdecker · Kalkulation Vorlage Deutschland

Dachdecker Kalkulation Vorlage 2026: Kostenpositionen nach VOB/C DIN 18338

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Dachdeckerbetriebe in Deutschland kalkulieren nach der VOB/C DIN 18338 und den Fachregeln des ZVDH, rechnen mit 19 % Umsatzsteuer und beachten bei Bauleistungen an andere Bauunternehmer § 13b UStG. Wer Gerüst, Absturzsicherung und Schneelast nicht in den Preis rechnet, trägt sie am Ende aus der Marge. Diese Vorlage listet alle Kostenpositionen eines Dachauftrags und lässt sich als PDF ausfüllen oder digital in werkflow führen.

Worauf es bei der Dachdecker-Kalkulation in der Praxis ankommt

  • Regelwerk: Die ATV DIN 18338 Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten in der VOB/C und die Fachregeln des ZVDH bestimmen Ausführung, Detailausbildung und Abrechnung.
  • Schneelast: DIN EN 1991-1-3 mit nationalem Anhang teilt Deutschland in die Schneelastzonen 1 bis 3 ein. Die Zone des Bauorts gehört ins Angebot.
  • Absturzsicherung: Nach DGUV Vorschrift 38 und den technischen Regeln für Betriebssicherheit sind Gerüst, Fanggerüst oder persönliche Schutzausrüstung Pflicht und kosten Zeit und Geld.
  • Stundensatz: Die werkflow-Seite zum Dachdecker-Stundensatz nennt für 2026 netto 58 bis 72 Euro je Stunde für Gesellen und 80 bis 98 Euro für Meisterbetriebe.

Alle Kostenpositionen richtig erfassen

1. Lohnkosten kalkulieren

  • Lohn je Beschäftigtem nach Tarifvertrag Dachdeckerhandwerk (ZVDH und IG BAU), Gesellen-Ecklohn 23,28 Euro je Stunde ab Oktober 2026
  • Lohnnebenkosten: laut werkflow-Seite zum Stundensatz ca. 45 % des Bruttolohns mit Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft und SOKA-Dach
  • Erschwerniszuschläge für Bitumenarbeiten, Arbeiten in der Höhe und Sanierung schadstoffbelasteter Dächer, soweit vereinbart
  • Wegzeiten zwischen Betrieb und Baustelle als eigene Position oder über die Gemeinkosten einrechnen
  • Produktive Stunden statt bezahlter Stunden ansetzen: Urlaub, Krankheit und Schlechtwettertage gehören in den Verrechnungssatz

2. Materialkosten und Aufschlag

  • Eindeckung nach Fabrikat und Format: Betondachstein, Tonziegel, Schiefer oder Metall, Menge je m² laut Herstellertabelle
  • Unterspann-, Unterdeck- oder Dampfbremsbahn mit Überlappung und Verschnitt
  • Lattung und Konterlattung in Laufmetern nach Sparrenabstand und Deckmaß
  • Ortgang, First, Grat, Kehle, Anschlussbleche und Befestigungsmittel als eigene Positionen
  • Materialaufschlag auf den Einkaufspreis für Lagerhaltung, Transport und Schwund

3. Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn

  • Fahrzeug, Kran oder Aufzug, Werkzeug, Büro, Versicherungen und Software als Gemeinkostenzuschlag
  • Wagnis für Wetter, unbekannten Bestand und verdeckte Schäden an Sparren und Schalung
  • Winterarbeiten: Notabdeckung, Schutzzelt und Beheizung bei Frost einkalkulieren
  • Gewinn als eigene Position, nicht als Restgröße nach dem Rechnen

4. Gewerkspezifische Positionen

  • Steildach nach DIN 18338 und ZVDH-Fachregeln: Deckung, Unterdach, Lattung, Details nach Regelwerk
  • Flachdach: Dampfsperre, Dämmung, Abdichtung in Bitumen, Kunststoff oder EPDM, Randanschlüsse und Entwässerung
  • Schneelastzone 1 bis 3 nach DIN EN 1991-1-3 mit nationalem Anhang: Einfluss auf Befestigung und Schneefang
  • Gerüst, Dachfanggerüst, Schutzwand und Anschlagpunkte nach DGUV Vorschrift 38
  • Abbruch und Entsorgung der Altdeckung, bei Asbestzement oder Mineralwolle nach Gefahrstoffrecht gesondert

5. Umsatzsteuer und Zahlungsbedingungen

  • 19 % Umsatzsteuer bei privaten Auftraggebern, ausgewiesen auf der Rechnung
  • § 13b UStG bei Bauleistungen an Bauleister: Rechnung ohne Umsatzsteuer, mit Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG des Auftraggebers prüfen und ablegen
  • Abschlagszahlungen nach Baufortschritt vereinbaren, Zahlungsziel und Skonto auf Angebot und Rechnung nennen
  • Abnahme schriftlich festhalten, weil sie die Gewährleistungsfrist nach § 634a BGB oder § 13 VOB/B startet

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Von der Kalkulation zum Angebot und zur Nachkalkulation

Aus der Kalkulation entstehen das Angebot mit Einheitspreisen je Position, die Materialbestellung und die Einsatzplanung der Kolonne. Vergleichen Sie nach dem Auftrag Stunden, Gerüstzeiten und Materialverbrauch mit der Vorgabe und schreiben Sie die Abweichung in Ihre Erfahrungswerte fort. So wird der Zeitansatz je m² mit jedem Dach genauer, und Ihr Preis hält auch dann, wenn der Bestand schlechter ist als erwartet.

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Häufige Fragen

Wie kalkuliere ich Dachdeckerarbeiten nach VOB/C DIN 18338?

Die ATV DIN 18338 Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten ist Teil der VOB/C und wird durch die Fachregeln des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) ergänzt. Abgerechnet wird nach der tatsächlich gedeckten oder abgedichteten Fläche, Durchdringungen, Anschlüsse und Randdetails werden gesondert erfasst. Kalkulieren Sie je Position Lohnstunden und Material, rechnen Sie Gerüst, Absturzsicherung, Entsorgung, Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn dazu und addieren Sie zuletzt die Umsatzsteuer.

Welche Stundensätze gelten als Richtwert für Dachdecker?

Nach der werkflow-Seite zum Dachdecker-Stundensatz berechnet ein Geselle 2026 netto 58 bis 72 Euro je Stunde, ein Meisterbetrieb 80 bis 98 Euro und ein Notdienst nach Sturmschäden 110 bis 150 Euro. Grundlage ist der Tarifvertrag Dachdeckerhandwerk zwischen ZVDH und IG BAU mit einem Gesellen-Ecklohn von 23,28 Euro je Stunde ab Oktober 2026. Das sind Richtwerte, Ihre Nachkalkulation hat Vorrang.

Welche Rolle spielen die Schneelastzonen bei der Kalkulation?

In Deutschland regelt DIN EN 1991-1-3 mit nationalem Anhang die Schneelast auf Dächern. Das Gebiet ist in die Schneelastzonen 1 bis 3 eingeteilt, die Zone und die Höhe über dem Meeresspiegel bestimmen die Last. Für den Dachdecker wirkt sie auf Lattung, Befestigung und Schneefanganlagen, bei Eindeckungen mit der Konstruktion des Tragwerks zusammen. Halten Sie die Schneelastzone des Bauorts im Angebot fest und rechnen Sie den Mehraufwand für Befestigung und Schneefang gesondert.

Welche Umsatzsteuer gilt, und was bedeutet § 13b UStG?

Für Dacharbeiten an private Auftraggeber weisen Sie 19 % Umsatzsteuer aus. Erbringen Sie die Leistung als Bauleistung an einen Unternehmer, der selbst Bauleistungen erbringt, schuldet nach § 13b UStG der Auftraggeber die Steuer. Die Rechnung enthält dann keine Umsatzsteuer, aber den Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers. Prüfen Sie den Status des Kunden vor der Rechnungsstellung und legen Sie die Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG ab.

Was muss ich für Gerüst und Absturzsicherung einkalkulieren?

Bei Arbeiten in der Höhe sind Schutzmaßnahmen nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaft (DGUV Vorschrift 38) und den technischen Regeln für Betriebssicherheit Pflicht. Nach der werkflow-Seite zum Dachdecker-Stundensatz greifen sie ab 2,00 m Absturzhöhe, bei 22,5 bis 60 Grad Dachneigung kommt ein Dachfanggerüst oder eine Schutzwand hinzu. Weisen Sie Gerüstkosten als eigene Position aus oder rechnen Sie sie sauber in die Einheitspreise ein, sonst tragen Sie sie aus der Marge.

Wie lange gilt die Gewährleistung bei Dacharbeiten?

Dacharbeiten sind Arbeiten an einem Bauwerk. Beim BGB-Werkvertrag beträgt die Verjährung nach § 634a BGB fünf Jahre ab Abnahme. Ist die VOB/B vereinbart, gilt nach § 13 VOB/B in der Regel eine Frist von vier Jahren. Dokumentieren Sie Abnahme, Materialchargen und Verlegeanleitungen, denn sie entscheiden im Streitfall über die Beweislage.

Kann werkflow die Kalkulation aus dem Aufmaß übernehmen?

Ja. werkflow übernimmt Dachflächen aus dem Aufmaß, setzt sie mit Ihren Lohn- und Materialsätzen in Beziehung und erzeugt daraus Kalkulation und Angebot. Rechnungen und Belege gehen für Ihren Steuerberater im DATEV-Format raus. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit dem passenden Betreuungsumfang.

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