Dachdecker · Stundensatz 2026
Dachdecker Stundensatz 2026: 58-98 €/h — Kalkulation für Deutschland
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Der Dachdecker-Stundensatz in Deutschland liegt 2026 je nach Qualifikation und Region zwischen 58 und 98 €/h netto. Grundlage ist der Tarifvertrag Dachdeckerhandwerk zwischen ZVDH und IG BAU, dazu kommen die Absturzsicherungspflichten nach DGUV Vorschrift 38 und TRBS 2121, die bei Steildach- und Höhenarbeiten den Gerüstaufwand deutlich erhöhen.
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Dachdecker kosten 2026 in Deutschland 58-98 €/h netto (69-117 € brutto inkl. 19 % MwSt.). Meisterbetriebe berechnen 80-98 €/h netto, Notdienst nach Sturmschäden am Wochenende 110-150 €/h netto. Grundlage: Tarifvertrag Dachdeckerhandwerk, Ecklohn Geselle 23,28 €/h (ab Oktober 2026). Im Osten liegen die Sätze rund 15 % unter dem Bundesschnitt.
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Stundensatz-Richtwerte für Dachdecker 2026
| Qualifikation | Stundensatz netto | Typische Einsätze |
|---|---|---|
| Dachdecker-Geselle | 58 – 72 €/h | Neueindeckung, Reparatur, Wartung |
| Dachdecker-Meister | 80 – 98 €/h | Sanierung, Bauleitung, Abnahme |
| Notdienst / Sturmschaden | 110 – 150 €/h | Wochenend- und Nachteinsatz, Soforthilfe nach Unwetter |
So berechnen Sie den Dachdecker-Stundensatz richtig
- Tarifvertrag Dachdeckerhandwerk: Der Gesellen-Ecklohn steigt tariflich von 22,51 €/h (Oktober 2025) auf 23,28 €/h (Oktober 2026) - verhandelt zwischen ZVDH und IG BAU, Laufzeit bis September 2027. Basis für die Lohnkostenberechnung, nicht der Endpreis.
- Lohnnebenkosten ca. 45 %: Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, SOKA-Dach-Beiträge inkl. 13. Monatseinkommen (89 Stundenlöhne pro Jahr) - deutlich mehr als der reine Tariflohn suggeriert.
- Absturzsicherung (DGUV Vorschrift 38 / TRBS 2121): Ab 2,00 m Absturzhöhe sind Schutzmaßnahmen Pflicht, bei 22,5-60° Dachneigung zusätzlich ein Dachfanggerüst oder eine Schutzwand - Gerüstkosten separat ausweisen oder einkalkulieren.
- DIN 18338 (VOB/C) und ZVDH-Fachregeln: Die deutsche Ausführungsnorm für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten erhöht Dokumentations- und Prüfaufwand - zeitlich einzukalkulieren.
- Saisonalität und Notdienst: Starke Sommer-Auslastung, Sturmschaden-Notdienste im Herbst/Winter - ein Jahres-Durchschnittsstundensatz schützt vor Unterdeckung in Schwachphasen.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Dachdecker pro Stunde in Deutschland 2026?
Ein Dachdecker-Geselle berechnet 58-72 €/h netto (69-86 € brutto inkl. 19 % MwSt.), ein Meisterbetrieb 80-98 €/h netto (95-117 € brutto). Nach Sturmschäden oder am Wochenende steigt der Notdienst-Stundensatz auf 110-150 €/h netto. Im Osten liegen die Sätze rund 15 % unter dem Bundesschnitt, in Bayern und Baden-Württemberg entsprechend darüber.
Welche Norm regelt Dachdeckungsarbeiten in Deutschland?
Maßgeblich ist DIN 18338 (Teil der VOB/C) für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten, ergänzt durch die Fachregeln des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Das entspricht in der Funktion der österreichischen ÖNORM B 3419, ist inhaltlich aber eine eigenständige deutsche Regelwerk-Reihe.
Wie wirkt sich der Tarifvertrag Dachdeckerhandwerk auf den Stundensatz aus?
Der Tarifvertrag zwischen ZVDH und IG BAU (Laufzeit bis September 2027) hebt den Gesellen-Ecklohn schrittweise an: 21,92 €/h (Dezember 2024), 22,51 €/h (Oktober 2025), 23,28 €/h (Oktober 2026). Dieser Bruttolohn ist die Kalkulationsbasis für den Fertigungsstundensatz, nicht der Endpreis an den Kunden - Lohnnebenkosten, Gemeinkosten und Gewinnzuschlag kommen noch dazu.
Welche Kosten muss ein Dachdecker im Stundensatz einkalkulieren?
Lohnnebenkosten (ca. 45 % des Bruttolohns: Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, SOKA-Dach-Beiträge inkl. 13. Monatseinkommen), Absturzsicherung nach DGUV Vorschrift 38 und TRBS 2121 (Gerüst, Fanggerüst oder PSA gegen Absturz), Fahrzeug- und Werkzeugkosten, Material-Vorhaltung sowie Gemeinkosten und Unternehmerlohn. Der Mindestlohn im Dachdeckerhandwerk (AEntG) liegt 2026 bei 14,96 €/h für ungelernte Kräfte und 16,60 €/h für Gesellen - die reale Kalkulationsbasis liegt bei tariflich bezahlten Betrieben deutlich darüber.
Kann ich Dachdeckerarbeiten steuerlich absetzen (Handwerkerbonus)?
Ja. Nach §35a EStG können Privatpersonen 20 % der Lohnkosten für Dachdeckerarbeiten im eigenen Haushalt direkt von der Steuerschuld abziehen - maximal 1.200 € Steuervorteil pro Jahr (bei 6.000 € Lohnanteil). Reine Materialkosten (Ziegel, Dämmung, Bahnen) sind nicht absetzbar. Die Rechnung muss per Überweisung bezahlt werden, Barzahlung schließt den Bonus aus.
Festpreis oder Stundensatz beim Dachdecker - was ist besser?
Für klar umrissene Leistungen (Neueindeckung einer bekannten Dachfläche, Dachrinnenreinigung) empfiehlt sich ein Festpreis - einfach vergleichbar und kalkulierbar. Beim Stundensatz punktet der Dachdecker bei Sturmschaden-Notdiensten, Sanierungen mit unbekanntem Unterbau oder Arbeiten, deren Umfang sich erst nach Öffnen der Dachhaut zeigt.
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