Schlosser · Stundensatz 2026

Schlosser Stundensatz 2026: 58-95 €/h — Metallbau-Kalkulation für Deutschland

Der Schlosser-Stundensatz in Deutschland liegt 2026 zwischen 58 und 95 €/h netto. Schweißzertifizierungen nach DIN EN ISO 3834, laufende Schweißgaskosten und volatile Stahl- und Aluminiumpreise sind die entscheidenden Kalkulationsfaktoren im Metallbau.

Stundensatz-Richtwerte für Schlosser 2026

QualifikationStundensatz nettoTypische Einsätze
Schlosser-Geselle58 – 72 €/hGeländer, Tore, Stahlkonstruktionen
Schlosser-Meister75 – 95 €/hPlanung, Abnahmen, Schweißnahtprüfung
Schweißspezialist (ISO 3834)70 – 90 €/hTragkonstruktionen, Druckbehälter, Stahlbau

So berechnen Sie den Schlosser-Stundensatz richtig

  • Schweißgas-Betriebskosten: Schutzgas (Argon/CO2) 0,80-2,50 €/h, Sauerstoff/Acetylen 0,50-1,20 €/h. Bei Projekten mit hohem Schweißanteil als separate Materialposition transparenter als im Stundensatz vergraben.
  • DIN EN ISO 3834 Zertifizierungskosten: Erstkosten 3.000-8.000 €, Jahresaudit 800-2.000 €. Auf 3.000 Jahresstunden umgelegt: 1,30-3,30 €/h — als Aufschlag bei zertifizierungspflichtigen Schweißarbeiten ausweisen.
  • Materialaufschlag Stahl und Aluminium: 20-30 % auf den Einkaufspreis ist marktüblich. Preisgleitklausel bei Projekten mit langer Vorlaufzeit schützt vor Metallpreisschwankungen.
  • Maschinen- und Werkzeugabschreibung: Schweißanlage, Plasmaschneider, Biegemaschine — Gesamtinvestition 20.000-80.000 €. Über 8-10 Jahre und 1.500 Jahresstunden ergibt das 1,30-5,30 €/h Maschinenkosten im Gemeinkostenzuschlag.

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Schweißgaskosten, Zertifizierungsaufschlag und Maschinenabschreibung automatisch berücksichtigt.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Schlosser pro Stunde in Deutschland 2026?

Ein Schlosser-Geselle berechnet 58-72 €/h, ein Meister 75-95 €/h. Schweißspezialisten mit Zertifizierung nach DIN EN ISO 3834 liegen bei 70-90 €/h durch Zusatzqualifikationsaufschlag. Im Metallbau sind regionale Unterschiede vergleichsweise gering — bundesweit ähnliche Nachfragestruktur.

Was kostet eine Schweißzertifizierung nach DIN EN ISO 3834?

Die DIN EN ISO 3834 (Qualitätsanforderungen für das Schmelzschweißen) erfordert eine Betriebszertifizierung durch eine akkreditierte Stelle. Erstkosten: 3.000-8.000 €, jährliche Überwachungsaudits: 800-2.000 €. Schweißerprüfungen nach EN ISO 9606 kosten pro Prüfer 300-600 €. Diese Kosten rechtfertigen einen Zertifizierungsaufschlag von 5-10 €/h.

Wie wird Schweißgas in der Kalkulation berücksichtigt?

Schutzgas (Argon, CO2-Gemisch) kostet 0,80-2,50 €/h je nach Verfahren (MIG/MAG, WIG). Sauerstoff und Acetylen für Brennschneidarbeiten 0,50-1,20 €/h. Diese Betriebskosten fließen in den Gemeinkostenzuschlag ein oder werden bei intensiver Schweißarbeit als separate Materialposition ausgewiesen.

Wie werden Stahl- und Aluminiumpreise in Angeboten kalkuliert?

Stahlpreise schwankten 2020-2024 um bis zu 80 %. Materialaufschlag von 20-30 % auf den Einkaufspreis ist Standard. Bei Projekten mit mehr als 30 Tagen zwischen Angebot und Ausführung empfiehlt sich eine Preisgleitklausel oder ein expliziter Hinweis auf die Gültigkeit der Materialpreise.

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