Schreiner · Stundensatz 2026

Schreiner Stundensatz 2026: 60–105 €/h — Kalkulation für Deutschland

Der Schreiner Stundensatz hängt von Lohnkosten nach IG Metall/Holz-Tarif, CNC-Maschinenabschreibung, Werkzeugverschleiß und Montageaufwand ab. 2026 liegen Richtwerte zwischen 60 und 105 €/h netto — je nach Region, Qualifikation und Maschinenpark.

Schreiner Stundensatz 2026: Richtwerte

QualifikationNetto €/hBrutto €/h (inkl. 19 % MwSt)
Geselle (Möbel/Innenausbau)60–75 €71–89 €
Meister / Betriebsinhaber80–105 €95–125 €
CNC-Spezialist / Furnierbau75–95 €89–113 €

Schreiner Stundensatz korrekt kalkulieren

  • Lohnkosten: Bruttolohn nach Holztarif (IG Metall / Holz und Kunststoff) × 1,45 (Arbeitgebernebenkosten ~45 %) = jährliche Personalkosten
  • CNC-Maschinenabschreibung: Anschaffungskosten ÷ Nutzungsdauer ÷ Maschinenstunden/Jahr = €/h Maschinenkosten
  • Werkzeugverschleiß: Fräser, Sägeblätter, Schleifmittel — pauschal 2-4 €/h einkalkulieren
  • Montageaufwand: Anfahrt, Einmessen, Koordination mit anderen Gewerken — bei Küchenmontagen 25-40 % der Gesamtzeit
  • DATEV-Export: werkflow exportiert Stunden und Rechnungen monatlich an den Steuerberater

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Schreiner pro Stunde in Deutschland 2026?

Ein Schreiner-Geselle berechnet 60-75 €/h, ein Meister 80-105 €/h netto (exkl. 19 % MwSt). CNC-Montage und Spezialarbeiten (Furnier, Massivholz, Antikmöbel) liegen bei 70-90 €/h. Bayern und Baden-Württemberg liegen 10-20 % über Ostdeutschland.

Wie werden CNC-Maschinenkosten in den Schreiner-Stundensatz eingerechnet?

Eine CNC-Fräse kostet 100.000-250.000 € in der Anschaffung und wird über 10 Jahre abgeschrieben. Bei 1.500 Maschinenstunden/Jahr ergibt das 6,7-16,7 €/h Abschreibung zzgl. 2-5 €/h Wartung. Diese Kosten fließen als Gemeinkostenzuschlag in alle Aufträge ein.

Was muss beim Montageaufwand für Küchen und Einbauschränke beachtet werden?

Küchenmontagen erfordern Koordination mit Elektro und Sanitär, Abklemm- und Abstellarbeiten. Der Montageanteil liegt bei 25-40 % der Gesamtleistung. Einbauschränke brauchen Einmessen (besonders in Altbauten), Sockellösungen und Beleuchtungsmontage. Diese Nebenzeiten müssen im Stundensatz eingepreist sein.

Welchen Einfluss hat der Materialeinkauf auf den Schreiner-Stundensatz?

Schreinereien mit eigenem Materialeinkauf erzielen Deckungsbeiträge auf Material (15-25 % Aufschlag auf Einkaufspreis). Dieser Materialgewinn senkt rechnerisch den erforderlichen Stundensatz. Betriebe ohne eigenen Materialeinkauf müssen den vollen Stundensatz auf Lohn- und Gemeinkostenbasis kalkulieren.

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