Gerüstbau · Kalkulation Vorlage Österreich
Gerüstbau Kalkulation Vorlage 2026 - Gerüstfläche & Standzeit in Österreich
Fassadensanierung Mehrparteienhaus Wien: Fassadengerüst 60/3 an 3 Seiten, 12 m Höhe, Standzeit 8 Wochen, ÖNORM B 4007 - wie viele m² Gerüstfläche, welche BUAK-Zuschläge, was kostet die Standzeit-Verlängerung? Österreichische Gerüstbaubetriebe, die BUAK-Beiträge vergessen, Standzeiten nicht abrechnen und §19 UStG übersehen, kalkulieren fehlerhaft.
Alle Kostenpositionen richtig erfassen
1. Lohnkosten kalkulieren
- Tariflohn nach WKO Baugewerbe Kollektivvertrag (Gerüstbauer)
- ASVG-Lohnnebenkosten ca. 28-30%: KV/PV/UV, BUAK-Beitrag ca. 14,2% (Urlaubsgeld, Abfertigung)
- AUVA Unfallversicherung: ca. 1,4% der Bemessungsgrundlage
- Alpine Erschwerungszuschlag: ab 10 m Höhe ca. +15-25%, Steilgelände Tirol/Salzburg ca. +20-35%
- Auf-/Abbau-Stunden getrennt erfassen
2. Materialkosten & Gerüstvorhaltung
- Gerüstmaterial-Abschreibung oder Fremdmiete: Kosten je m² und Woche Standzeit
- Systemgerüst 60/3 nach ÖNORM B 4007: Rohre, Kupplungen, Beläge, Verstrebungen
- Netz und Plane: m² Abdeckung als separate Materialposition
- Schutznetze, Konsolnetze: Stück × Preis je nach ÖNORM-Anforderung
- Transportkosten: LKW-Stunden für An- und Abtransport Gerüstmaterial
3. Gemeinkosten & Wagnis
- AUVA-Beitrag in Gemeinkostenzuschlag einrechnen
- Fahrzeugkosten: LKW, Kran oder Gabelstapler für Materialtransport
- Wagniszuschlag 4-8%: Witterungsschäden alpine Regionen, Standzeit-Verlängerung
- Haftpflichtversicherung Gerüst: Aufschlag je nach Auftragswert
- Behördliche Genehmigungen Wien/Graz: Straßennutzung als Pauschale
4. Gewerk-spezifische Positionen
- ÖNORM B 4007 Abrechnung: Gerüstfläche m² = Länge × Höhe je Belagebene
- Standzeit-Position: Gerüstmiete pro m²/Woche ab Woche 5 als separate Rechnungsposition
- ASchG §§63-66: Sachkundigenprüfung alle 4 Wochen - Prüfprotokoll als Nachweis
- Sondergerüste (Konsolgerüst, Hängegerüst): Zuschlag 30-50% auf Standardpreis
- Öffentlicher Raum Wien: Sondernutzungsgenehmigung MA 46 als Pauschale
5. MwSt & Zahlungsbedingungen
- MwSt 20% für Privatbauten (B2C) vollständig ausweisen
- §19 UStG AT Reverse Charge: Bauleistungen an Bauträger/GU - Steuerschuldnerschaft prüfen
- Gerüstvermietung ohne Auf-/Abbau: keine Bauleistung, 20% MwSt für alle Auftraggeber
- ÖNORM B 2110: Abschlagsrechnung nach Aufbauabnahme, Standzeit-Rechnungen monatlich
- BMD/RZL-Export: §19-Umsätze und Miet-Umsätze korrekt trennen und buchen
Kalkulation automatisieren statt Excel:
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Häufige Fragen
Was ist der Gerüstbauer Stundensatz 2026 in Österreich?
Der Gerüstbauer Stundensatz 2026 liegt in Österreich je nach Region und Qualifikation zwischen 56-92 €/h netto. Basis: WKO Baugewerbe Kollektivvertrag (Gerüstbauer). ASVG-Lohnnebenkosten ca. 28-30% auf Bruttolohn. Gemeinkostenzuschlag 50-65% (Gerüstmaterial Abschreibung/Miete, Fahrzeug, AUVA-Beitrag). Alpine Regionen (Tirol, Salzburg, Vorarlberg): Erschwerungszuschlag ca. 15-25% für Steilgeländearbeiten. BMD/RZL-Export inklusive.
Wie kalkuliere ich Gerüstflächen und Standzeiten nach ÖNORM B 4007 in Österreich?
ÖNORM B 4007 regelt Sicherheitsanforderungen für Gerüste in Österreich. Gerüstfläche m² = Länge × Höhe (Belagebene). Fassadengerüst 60/3: Aufbauzeit ca. 0,50-0,70 h/m², Raumgerüst ca. 0,65-0,85 h/m². Sondergerüste (Konsolgerüst, Hängegerüst) mit Zuschlag 30-50% kalkulieren. Standzeit-Abrechnung ab Woche 5 nach Aufbau: Gerüstmiete pro m²/Woche als eigene Position. BUAK-Urlaubsgeld und Abfertigung in Lohnnebenkosten einrechnen.
Wie rechne ich BUAK-Zuschläge und AUVA-Beiträge in die Gerüstbau-Kalkulation ein?
BUAK (Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse): Beitrag ca. 14,2% des Bruttolohns für Urlaubsgeld und Abfertigung - Pflichtbeitrag für alle Gerüstbauer in Österreich. AUVA-Unfallversicherungsbeitrag: ca. 1,4% der Bemessungsgrundlage. Zusammen mit KV-Beiträgen ergibt das ASVG-Lohnnebenkosten von ca. 28-30% auf Bruttolohn. Diese müssen vollständig im Soziallohnaufschlag und Gemeinkostenzuschlag berücksichtigt werden. werkflow berechnet Stundensatz mit WKO-konformen Zuschlägen automatisch.
Gilt Reverse Charge (§19 UStG AT) für Gerüstbau-Aufträge in Österreich?
§19 UStG Österreich: Reverse Charge gilt für Bauleistungen zwischen Unternehmern. Gerüstbau (Aufbau, Standzeit, Abbau) ist Bauleistung - bei Auftraggeber Bauträger, GU oder anderen Handwerksbetrieben gilt Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (kein MwSt-Ausweis auf Rechnung). Bei Privatpersonen immer 20% MwSt ausweisen. Gerüstvermietung ohne Auf-/Abbau ist keine Bauleistung - immer 20% MwSt für alle Auftraggeber. werkflow erkennt §19-pflichtige Auftraggeber automatisch und erstellt die korrekte Rechnung.
Weitere Vorlagen für Gerüstbau Österreich: