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Gerüstbau · Kalkulation Vorlage Deutschland

Gerüstbau Kalkulation Vorlage 2026 - Gerüstfläche & Grundvorhaltezeit in Deutschland

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Fassadensanierung Mehrfamilienhaus München: Fassadengerüst 3 Seiten, 12 m Höhe, Standzeit 8 Wochen, DIN 18451 - wie viele m² Gerüstfläche, welche Verlängerung nach Aufmaß, was kostet die zusätzliche Standzeit? Deutsche Gerüstbaubetriebe, die die Grundvorhaltezeit pauschal schätzen, Tariflohn und Branchenmindestlohn vermischen und die Prüfpflicht nach TRBS 2121 übersehen, kalkulieren fehlerhaft.

Alle Kostenpositionen richtig erfassen

1. Lohnkosten kalkulieren

  • Tariflohn nach dem Tarifvertrag Gerüstbauer-Handwerk (IG BAU): Ecklohn 19,25 €/h bis 30.09.2026, danach 20,10 €/h
  • Branchenmindestlohn 14,35 €/h für ungelernte Kräfte (9. GerüstbauerArbbV, ab 01.01.2026) - getrennt vom Facharbeiter-Ecklohn kalkulieren
  • Lohnnebenkosten und gesetzliche Sozialabgaben auf den Bruttolohn
  • Erschwerniszuschläge nach dem Tarifvertrag: Steillagen, erschwerter Zugang, große Höhen
  • Auf-/Abbau-Stunden getrennt erfassen

2. Materialkosten & Gerüstvorhaltung

  • Systemgerüst nach DIN 18451 "Gerüstarbeiten" (VOB/C) und DIN EN 12811 (Lastklasse, Breitenklasse): Rohre, Kupplungen, Beläge, Verstrebungen
  • Fassadengerüst-Flächenpreis 2026 im Schnitt 7-15 €/m² inkl. 4 Wochen Standzeit (Ø 8,50 €), regional von 5-8 € (Norden) bis 10-15 €/m² (Ballungsraum)
  • Netz und Plane: m² Abdeckung als separate Materialposition
  • Schutzdach/Dachfanggerüst: 7-14 €/m² als eigene Position
  • Transportkosten: LKW-Stunden für An- und Abtransport Gerüstmaterial

3. Gemeinkosten & Wagnis

  • Fahrzeugkosten: LKW, Kran oder Gabelstapler für Materialtransport
  • Wagniszuschlag: Witterungsschäden, Standzeit-Verlängerung ohne Aufmaß-Nachweis
  • Haftpflichtversicherung Gerüst: Aufschlag je nach Auftragswert
  • Behördliche Genehmigungen: Straßennutzung/Gehwegsperrung als Pauschale

4. Gewerk-spezifische Positionen

  • DIN 18451 Abrechnung: Gerüstfläche m² = Länge × Höhe je Belagebene
  • Grundvorhaltezeit im Flächenpreis enthalten, Verlängerung nach Aufmaß statt Pauschale: ca. 6 % der Auftragssumme je zusätzlicher Woche, mindestens 100 €
  • Prüfpflicht nach TRBS 2121/§14 Abs. 1 BetrSichV: Prüfung durch eine zur Prüfung befähigte Person vor Erstnutzung, Intervall nach Gefährdungsbeurteilung (§ 3 Abs. 6 BetrSichV), DGUV-Empfehlung mindestens alle 7 Tage; Prüfkosten (150-300 €) als eigene Position
  • Sondermontagen (Konsolgerüst, Hängegerüst) als eigene Position
  • Lohn- und Materialanteil getrennt ausweisen (§35a EStG-tauglich für Privatkunden)

5. MwSt & Zahlungsbedingungen

  • MwSt 19 % immer und regulär ausweisen - nach UStAE Abschn. 13b.3 ist Gerüstbau (Aufstellen, Vermieten, Abbauen) KEINE Bauleistung im Sinn des §13b UStG, keine Reverse-Charge-Option
  • Verlängerung nach Aufmaß dokumentieren, nicht pauschal nachberechnen - Grundlage für die Zwischen-/Schlussrechnung
  • Aufbewahrung: Kalkulation/Angebot als Handelsbrief 6 Jahre, die Rechnung als Buchungsbeleg 8 Jahre (§257 HGB)
  • DATEV/Lexware-Export: Lohn- und Materialanteil korrekt trennen und buchen

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Häufige Fragen

Was kostet ein Gerüstbauer Stundensatz 2026 in Deutschland?

Aufbau- und Abbaustunden werden zum tariflichen Ecklohn nach dem Tarifvertrag Gerüstbauer-Handwerk (IG BAU) verrechnet: 19,25 €/h bis 30.09.2026, danach 20,10 €/h. Für ungelernte Kräfte gilt der Branchenmindestlohn von 14,35 €/h (9. GerüstbauerArbbV, ab 01.01.2026). Darauf kommen Lohnnebenkosten, Gemeinkostenzuschlag und Wagnis/Gewinn - der tatsächliche Kunden-Stundensatz liegt deutlich über dem Tariflohn.

Wie kalkuliere ich Gerüstflächen und die Grundvorhaltezeit nach DIN 18451 in Deutschland?

Gerüstfläche m² = Länge × Höhe je Belagebene, ausgeführt nach DIN 18451/DIN EN 12811 (Lastklasse, Breitenklasse). Fassadengerüste liegen 2026 im Schnitt bei 7-15 €/m² inklusive 4 Wochen Standzeit (Ø 8,50 €), regional von 5-8 € im Norden bis 10-15 €/m² in Ballungsräumen. Die Grundvorhaltezeit ist im Flächenpreis enthalten, eine Verlängerung wird nach Aufmaß statt Pauschale nachberechnet - üblich sind ca. 6 % der Auftragssumme je zusätzlicher Woche, mindestens 100 €.

Wie trenne ich Tariflohn und Branchenmindestlohn sauber in der Kalkulation?

Aufbau und Abbau sind Einmalumsätze zum tariflichen Ecklohn (Facharbeiter) bzw. Branchenmindestlohn (ungelernte Hilfskräfte, 9. GerüstbauerArbbV). werkflow hinterlegt beide Sätze getrennt und weist Lohn- und Materialanteil separat aus - notwendig für die korrekte Kalkulation und für Fördernachweise (§35a EStG) beim Endkunden. Grundvorhaltezeit läuft als eigener Positionssatz nach DIN 18451.

Wie oft muss ein Gerüst in Deutschland geprüft werden, und was kostet das in der Kalkulation?

TRBS 2121 Teil 1, Abschnitt 5 (konkretisiert §14 Abs. 1 BetrSichV) verlangt eine Prüfung durch eine zur Prüfung befähigte Person vor der ersten Inbetriebnahme und nach jeder Änderung. Ein festes gesetzliches Intervall für die wiederkehrende Prüfung gibt es nicht - der Arbeitgeber legt die Frist auf Basis der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 Abs. 6 BetrSichV fest, die DGUV empfiehlt für Dauerbaustellen mindestens alle 7 Tage. Prüfkosten (150-300 €) gehören als eigene Kalkulationsposition ins Angebot.

Muss ich für die Standzeitrechnung eines Gerüsts in Deutschland §13b UStG (Reverse Charge) anwenden?

Nein. Nach UStAE Abschn. 13b.3 ist das Aufstellen, Vermieten und Abbauen eines Gerüsts mangels dauerhafter Einwirkung auf die Bausubstanz keine Bauleistung im Sinn des §13b UStG - anders als in Österreich, wo Gerüstbau-Bauleistungen unter §19 UStG fallen können. Deutsche Gerüstbaubetriebe weisen jede Rechnung deshalb immer regulär mit 19 % MwSt aus, ohne Reverse-Charge-Option.

Wie lange muss ich Kalkulation und Rechnungen in Deutschland aufbewahren?

§257 HGB unterscheidet zwei Fristen: Die Kalkulation bzw. das Angebot selbst ist als Handelsbrief (§257 Abs. 1 Nr. 2/3 i.V.m. Abs. 2 HGB) 6 Jahre aufzubewahren, die daraus entstehende Rechnung als Buchungsbeleg (§257 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 4 HGB) 8 Jahre - seit dem Vierten Bürokratieentlastungsgesetz verkürzt, nicht mehr 10 Jahre. werkflow archiviert beide Dokumenttypen automatisch mit dem jeweils passenden Löschzeitpunkt.

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