Maler · Kalkulation Vorlage Deutschland
Maler Kalkulation Vorlage 2026: Kostenpositionen nach VOB/C DIN 18363
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Malerbetriebe in Deutschland rechnen Aufträge nach der VOB/C DIN 18363 ab, kalkulieren mit 19 % Umsatzsteuer und müssen bei Bauleistungen an andere Bauunternehmer § 13b UStG beachten. Wer Lohnnebenkosten, Wegzeiten und die Steuerschuldnerschaft nicht sauber in den Preis rechnet, verliert Marge, ohne es auf der Baustelle zu merken. Diese Vorlage listet alle Kostenpositionen eines Malerauftrags und lässt sich als PDF ausfüllen oder digital in werkflow führen.
Worauf es bei der Maler-Kalkulation in der Praxis ankommt
- Abrechnungsgrundlage: Die ATV DIN 18363 Maler- und Lackierarbeiten in der VOB/C regelt Stoffe, Ausführung und Abrechnung. Das Aufmaß erfolgt nach der tatsächlich beschichteten Fläche, Abzüge für Öffnungen richten sich nach den Regeln der Norm.
- Umsatzsteuer: 19 % auf den Nettobetrag bei privaten Auftraggebern. Bei Bauleistungen an Unternehmer, die selbst Bauleistungen erbringen, schuldet der Kunde die Steuer nach § 13b UStG.
- Gewährleistung: Nach § 634a BGB fünf Jahre bei Arbeiten an einem Bauwerk, bei reinen Anstrich- und Tapezierarbeiten oft zwei Jahre. Ist die VOB/B vereinbart, gelten nach § 13 VOB/B in der Regel vier Jahre.
- Stundensatz: Als Richtwert nennt die werkflow-Seite zum Maler-Stundensatz für 2026 zwischen 50 und 90 Euro netto je Stunde, je nach Betriebsgröße und Bundesland.
Alle Kostenpositionen richtig erfassen
1. Lohnkosten kalkulieren
- Lohn je Beschäftigtem nach Tarifvertrag für das Maler- und Lackiererhandwerk oder nach betrieblicher Vereinbarung
- Lohnnebenkosten: Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Urlaubs- und Weihnachtsgeld anteilig je Auftrag
- Produktive Stunden statt bezahlter Stunden ansetzen: Urlaub, Krankheit, Berufsschule und Büro gehören in den Verrechnungssatz
- Wegzeiten zwischen Betrieb und Baustelle als eigene Position oder über die Gemeinkosten einrechnen
- Stundenansatz je m² nach Untergrund, Anzahl der Anstriche und Raumhöhe aus Ihrer Nachkalkulation
2. Materialkosten und Aufschlag
- Dispersions-, Silikat- und Silikonharzfarben nach Fabrikat, Verbrauch in ml/m² laut technischem Datenblatt
- Grundierung und Tiefengrund je nach Untergrund, getrennt vom Deckanstrich
- Spachtelmasse, Gewebe, Armierung und Abdeckmaterial als eigene Positionen
- Verschnitt und Gebindegrößen: angebrochene Gebinde sind Kosten, auch wenn sie nur anteilig verbraucht werden
- Materialaufschlag auf den Einkaufspreis für Lagerhaltung, Transport und Schwund
3. Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn
- Fahrzeug, Werkzeug, Gerüstvorhaltung, Büro, Versicherungen und Software als Gemeinkostenzuschlag
- Trockenzeiten: Mehrschichtanstriche verlängern die Standzeit der Baustelle und binden Personal
- Wagnis für Altanstriche, unbekannte Untergründe und Nacharbeiten, getrennt vom Gewinn ausgewiesen
- Gewinn als eigene Position, nicht als Restgröße nach dem Rechnen
4. Gewerkspezifische Positionen
- Untergrundvorbereitung nach DIN 18363: Reinigen, Schleifen, Ausbessern, Absperren von Flecken, Schimmelbehandlung
- Fassade: Gerüst oder Hubarbeitsbühne, Witterungsschutz, Fassadenfarbe und Anstrich nach Fläche
- Altbau: Profile, Stuck und Putzschäden vor dem Anstrich als eigene Position mit Zeitansatz
- Altanstriche mit Schadstoffen: Schutzmaßnahmen und Entsorgung nach Gefahrstoffrecht gesondert kalkulieren
- Lackier- und Lasurarbeiten an Holz und Metall nach Bauteil und Anzahl der Schichten
5. Umsatzsteuer und Zahlungsbedingungen
- 19 % Umsatzsteuer bei privaten Auftraggebern, ausgewiesen auf der Rechnung
- § 13b UStG bei Bauleistungen an Bauleister: Rechnung ohne Umsatzsteuer, mit Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft
- Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG des Auftraggebers prüfen und ablegen
- Abschlagszahlungen nach Baufortschritt vereinbaren, Zahlungsziel und Skonto auf Angebot und Rechnung nennen
- Abnahme schriftlich festhalten, weil sie die Gewährleistungsfrist startet
Kalkulation automatisch aus dem Aufmaß
werkflow übernimmt Flächen aus dem Aufmaß, rechnet mit Ihren Lohn- und Materialsätzen und erzeugt Kalkulation und Angebot. Rechnungen und Belege gehen für Ihren Steuerberater im DATEV-Format raus.
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Aus der Kalkulation entstehen das Angebot mit Einheitspreisen je Position, die Materialbestellung und die Zeitplanung für die Kolonne. Vergleichen Sie nach Abschluss die tatsächlichen Stunden und den Materialverbrauch mit der Vorgabe und tragen Sie die Abweichung in Ihre Erfahrungswerte ein. So werden Stundenansätze je m² mit jedem Auftrag genauer, und Ihr Verrechnungssatz deckt Ihre Kosten auch dann, wenn ein Untergrund schlechter ist als erwartet.
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Häufige Fragen
Wie kalkuliere ich Malerarbeiten nach VOB/C DIN 18363?
Die ATV DIN 18363 Maler- und Lackierarbeiten ist Teil der VOB/C. Sie regelt Stoffe, Ausführung, Nebenleistungen und Abrechnung, vor allem das Aufmaß nach tatsächlich beschichteter Fläche. Kalkulieren Sie je Position Lohnstunden und Material nach Fläche, Untergrund und Anzahl der Anstriche, addieren Sie Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn und rechnen Sie am Ende die Umsatzsteuer dazu. Bei Aufträgen ohne VOB-Vereinbarung gelten die Regeln als anerkannter Maßstab für die übliche Ausführung.
Welche Stundensätze und Flächenpreise kann ich als Richtwert nehmen?
Nach der werkflow-Seite zum Maler-Stundensatz liegen die Verrechnungssätze 2026 bei 50 bis 90 Euro netto je Stunde: Solo-Selbstständige 50 bis 68, Kleinbetriebe mit zwei bis fünf Mitarbeitern 58 bis 78, Betriebe mit sechs bis 15 Mitarbeitern 68 bis 90 Euro. Einfache Wandanstriche kosten dort 6 bis 15 Euro je m² inklusive Material, mit Grundierung und Mehrfachanstrich 10 bis 20 Euro. Das sind Richtwerte, Ihre eigene Nachkalkulation ersetzt sie nicht.
Welche Umsatzsteuer gilt, und was bedeutet § 13b UStG?
Für Malerarbeiten an private Auftraggeber weisen Sie 19 % Umsatzsteuer auf den Nettobetrag aus. Erbringen Sie die Leistung als Bauleistung an einen Unternehmer, der selbst Bauleistungen erbringt, schuldet nach § 13b UStG der Auftraggeber die Steuer (Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers). Die Rechnung weist dann keine Umsatzsteuer aus und enthält den Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft. Klären Sie den Status des Kunden vor der Rechnungsstellung, am besten über die Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG und den Nachweis als Bauleister.
Wie lange gilt die Gewährleistung bei Malerarbeiten?
Beim BGB-Werkvertrag regelt § 634a BGB die Verjährung: Bei Arbeiten an einem Bauwerk beträgt sie fünf Jahre ab Abnahme. Reine Anstrich- und Tapezierarbeiten zur Erhaltung gelten oft nicht als Bauwerksleistung, dann sind es zwei Jahre. Haben Sie die VOB/B vereinbart, gilt nach § 13 VOB/B für Bauleistungen in der Regel eine Frist von vier Jahren. Halten Sie die Abnahme schriftlich fest, denn sie startet die Frist.
Wie gehe ich mit Wegzeiten und Anfahrt um?
Wegzeiten sind Arbeitszeit, die Sie bezahlen, und gehören deshalb in die Kalkulation. Entweder rechnen Sie sie je Baustelle als eigene Position mit Pauschale oder Stundenanteil ab, oder Sie verteilen sie über die Gemeinkosten auf alle Aufträge. Dokumentieren Sie die Fahrten im Auftrag, damit die Nachkalkulation zeigt, wie viel Zeit zwischen Betrieb und Baustelle verloren geht.
Kann werkflow die Kalkulation aus dem Aufmaß übernehmen?
Ja. werkflow übernimmt Flächen aus dem Aufmaß, setzt sie mit Ihren Lohn- und Materialsätzen in Beziehung und erzeugt daraus Kalkulation und Angebot. Rechnungen und Belege gehen für Ihren Steuerberater im DATEV-Format raus. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit dem passenden Betreuungsumfang.