Gerüstbau · Stundensatz Österreich 2026
Gerüstbauer Stundensatz Österreich 2026: 56–92 €/h — Kalkulation
Der Gerüstbauer Stundensatz in Österreich wird durch den WKO Baugewerbe Kollektivvertrag, ASVG-Sozialabgaben (28–30 %) und ÖNORM B 4007 Übergabeprotokoll-Pflicht geprägt. In den Alpenregionen Tirol und Steiermark kommen Sonderzuschläge für Steilarbeiten, Felsverankerungen und alpine Witterungsbedingungen dazu.
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Gerüstbauer Stundensatz Österreich 2026: Richtwerte
| Qualifikation / Position | Netto €/h | Brutto €/h (inkl. 20 % MwSt) |
|---|---|---|
| Geselle | 56–72 € | 67–86 € |
| Meister | 75–92 € | 90–110 € |
| Alpine Sonderarbeiten (Tirol/Stmk) | +8–15 €/h Zuschlag | inkl. Steil-/Felsverankerung |
Stundensatzkalkulation Gerüstbauer Österreich
1. WKO Baugewerbe KV und ASVG-Sozialabgaben
- WKO Baugewerbe Kollektivvertrag: Mindestlöhne nach Lohngruppen (Hilfsarbeiter bis Facharbeiter Stufe 4) - jährlich von WKO und Gewerkschaft Bau-Holz verhandelt. Geprüfte Gerüstbauer erzielen Facharbeiter-Einstufung.
- ASVG Dienstgeberanteil: Ca. 28–30 % auf den Bruttolohn (Kranken-, Unfall-, Pensionsversicherung + Kommunalsteuer 3 % + BMSVG + Wohnbauförderungsbeitrag). Schlechtwettergeld nach österreichischem Bauarbeiter-Urlaubsgesetz (BUAG) gesondert.
- BUAG (Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz): Österreichische Besonderheit - Urlaubsgeld und Abfertigung werden über BUAK abgewickelt. Dienstgeberbeitrag ca. 14,6 % auf Bruttolohn zusätzlich - in Lohnkostenblock einrechnen.
- MwSt 20 %: Österreichischer Normalsteuersatz nach UStG. Netto-Stundenverrechnungssatz × 1,20 = Brutto-Rechnungsbetrag.
2. Standzeit-Tagespauschale und Gerüstmaterial-Miete
- Standzeit-Grundpauschale: 0,55–1,30 €/m² Gerüstfläche und Tag (leicht höher als DE durch höhere Lohnkosten). Bei Standzeiten über 4 Wochen sinkt Tagessatz um 10–20 % - vertraglich regeln.
- Systemgerüste (Layher, Hünnebeck, Plettac): Interne Mietkalkulation je System und m². Alpine Sonderkonstruktionen (Steilhanggerüste, Felsverankerung) höhere Materialkosten einrechnen.
- Zubehörpositionen separat ausweisen: Schutzdächer 1,7–2,8 €/m²/Tag, Seitenschutznetze 0,35–0,90 €/m²/Tag, Konsolgerüste. Transparente Positionsstruktur erleichtert Auftragsvergleich.
- BMD/RZL-Export: Laufende Standzeit-Positionen monatlich für österreichische Steuerberater exportieren - werkflow unterstützt BMD Ntcs und RZL direkt.
Alpine Sonderarbeiten und ÖNORM-Nachweise
3. ÖNORM B 4007 Übergabeprotokoll und Prüfkosten
- ÖNORM B 4007: Österreichische Norm für Arbeits- und Schutzgerüste - definiert Belastungsklassen (1-6), Breitenklassen und Anforderungen an Übergabe und Kennzeichnung. Übergabeprotokoll ist Pflicht vor Nutzerübergabe.
- Befähigte Person Österreich: Übergabe und Prüfung durch Geprüften Gerüstbauer oder Meister - Kosten 120–280 € je Übergabe als Pflichtposition. Wiederkehrende Prüfung bei Standzeiten über 6 Wochen empfohlen.
- Statischer Nachweis bei >10 m: Gerüste über 10 m Höhe erfordern statischen Nachweis durch Ziviltechniker oder geprüften Gerüstbauplan - 300–900 € als Sonderposition.
- Haftung und AUVA-Versicherung: AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) deckt Arbeitsunfälle. Betriebshaftpflicht mit Gerüstbau-Klausel als Pflichtversicherung - Prämie als Gemeinkosten im Stundensatz berücksichtigen.
4. Alpine Sonderarbeiten und Witterungsrisiko
- Tirol und Steiermark: Steilhang-Gerüstbau, Felsverankerungen (Klettersteig-Instandhaltung, Tunnelbaustellen, Berghotels) — 8–15 €/h Sonderzuschlag. AUVA-Prämienzuschlag bei erhöhtem Unfallrisiko einrechnen.
- Schlechtwetterregelungen Österreich: Baugewerbe-KV und BUAG regeln Schlechtwetterausgleich (Wind, Eis, Schnee). Standzeit läuft trotz Witterungsausfall - vertraglich klären, wer Ausfallstunden trägt.
- Notdienst-Aufschlag: Gerüst-Sicherung nach Sturm oder Lawinenwarnung: +35–50 % auf Normalstundensatz außerhalb Mo–Fr 7–17 Uhr. Föhnsturm Innsbruck, Lawinengefahr Montafon häufigste Anlässe.
- Winterzuschlag: November–März in alpinen Lagen: erhöhter Aufwand durch Schnee, Eis, verkürzte Arbeitszeit. 6–12 €/h Winteraufschlag für Hochgebirge-Baustellen marktüblich.
Stundensatz automatisch kalkulieren
werkflow berechnet Ihren Gerüstbau-Stundenverrechnungssatz auf Basis von WKO KV, ASVG + BUAK-Abgaben, Standzeit-Tagespauschalen und ÖNORM B 4007 Übergabekosten. MwSt 20 % und BMD/RZL-Export inklusive.
Zum Stundensatz-RechnerHäufig gestellte Fragen
Was kostet ein Gerüstbauer in Österreich pro Stunde 2026?
Der Gerüstbauer Stundensatz in Österreich liegt 2026 zwischen 56 und 72 €/h für Gesellen und 75 bis 92 €/h für Meister (netto, exkl. 20 % MwSt). In alpinen Regionen Tirol und Steiermark kommen 8-15 €/h Sonderzuschläge für Steilarbeiten, Felsverankerungen und Gebirgsklima-Auflagen dazu. ÖNORM B 4007 Übergabeprotokoll ist Pflicht vor Nutzerübergabe.
Welcher WKO Kollektivvertrag gilt für Gerüstbauer in Österreich?
Österreichische Gerüstbauer fallen unter den WKO Kollektivvertrag für das Baugewerbe (Bundesinnung Bau, Fachgruppe Gerüstbau). Der KV wird jährlich zwischen WKO und Gewerkschaft Bau-Holz verhandelt und regelt Mindestlöhne nach Lohngruppen sowie Schlechtwetterregelungen. ASVG-Dienstgeberanteil ca. 28-30 % auf den KV-Bruttolohn - größter Kostenblock neben dem Bruttolohn.
Was ist die ÖNORM B 4007 und was kostet das Übergabeprotokoll?
ÖNORM B 4007 ist die österreichische Norm für Arbeits- und Schutzgerüste - sie regelt Anforderungen, Belastungsklassen und die Übergabe an den Nutzer. Das Übergabeprotokoll nach ÖNORM B 4007 muss von einer befähigten Person (Geprüfter Gerüstbauer oder Meister) ausgefüllt und unterzeichnet werden. Kosten: 120-280 € je Übergabe als Pflichtposition im Angebot.
Wie berechnet werkflow Gerüstbau-Aufträge mit Standzeit in Österreich?
werkflow hinterlegt Gerüstfläche und Höhe - Aufbau/Abbau als Einmalposition nach Stunden, Standzeit als laufende Tagespauschale pro m². ÖNORM B 4007 Übergabeprotokoll digital ausfüllbar. BMD/RZL-kompatibler Export für monatliche Abrechnungen mit Standzeitverlängerungen und MwSt-Ausweis nach österreichischem UStG.