Heizungsbauer · Nachtrag Vorlage

Heizungsbauer Nachtrag Vorlage: VOB/B § 2 Hydraulischer Abgleich, GEG-Upgrade, Rohrlängen-Mehraufwand

Nachträge entstehen bei Heizungsarbeiten durch nachträgliche GEG-Anforderungen, Planänderungen der Rohrleitungsführung oder den Wechsel von Gas- auf Wärmepumpe. Ohne schriftliche Dokumentation und rechtzeitige Ankündigung nach VOB/B § 2 Abs. 5 und § 2 Abs. 6 hat der Heizungsbauer keinen Vergütungsanspruch für Mehrleistungen.

Heizungsbauer Nachtrag Vorlage: alle Pflichtfelder

Abschnitt 1 — Nachtrag-Kopfdaten (5 Felder)

  • Nachtrag-Nr.: lückenlose Nummerierung, z.B. "NT-2026-001" — eindeutige Referenz für AG und AN
  • Verweis auf Hauptvertrag: Datum des Werkvertrags + Auftragsnummer des AG
  • Anlass des Nachtrags: z.B. "Hydraulischer Abgleich nach GEG § 60a Pflicht, nicht im Originalangebot enthalten"
  • Beauftragungsdatum: wann wurde die Änderung/Zusatzleistung vom AG angewiesen (Datum + Form: schriftlich/mündlich)
  • Ausführungszeitraum: geplanter Beginn und Ende der Nachtragausführung

Abschnitt 2 — VOB/B § 2 Rechtsgrundlage (geändert vs. zusätzlich)

  • § 2 Abs. 5 — Geänderte Leistung: Auftraggeber ändert eine bereits vereinbarte Leistung — z.B. längere Rohrleitungsführung durch Umbauplanung, anderer Heizkörpertyp als LV. Neuer Einheitspreis auf Basis der Nachtragskalkulation.
  • § 2 Abs. 6 — Zusätzliche Leistung: Leistung war im LV nicht vorgesehen — z.B. hydraulischer Abgleich nach GEG § 60a, Wärmemengenzähler, Druckprüfung nach Rohrnetzänderung. Ankündigung VOR Ausführung ist Pflicht.
  • Wahl im Nachtrag kennzeichnen: Checkbox "§ 2 Abs. 5 geänderte Leistung" oder "§ 2 Abs. 6 zusätzliche Leistung" — schützt vor späteren Streitigkeiten.
  • Typische Heizungsbauer-Nachträge § 2 Abs. 5: Rohrlängen-Mehraufwand durch Baustellenänderung, geänderter Dämmstandard, längere Zuleitungen als kalkuliert.
  • Typische Heizungsbauer-Nachträge § 2 Abs. 6: Hydraulischer Abgleich GEG § 60a, GEG-Upgrade Gas→Wärmepumpe (neuer EP), Druckprüfung-Mehraufwand nach Netzänderung.

Abschnitt 3 — Nachtragskalkulation (Positionstabelle)

  • Tabellenkopf: Pos. | Bezeichnung | Menge | Einheit | EP netto € | GP netto €
  • Beispiel § 2 Abs. 5: Pos. 1.1 | Rohrlängen-Mehraufwand DN25 Cu durch Planänderung Wanddurchbruch | 24 | m | 18,50 | 444,00
  • Beispiel § 2 Abs. 6: Pos. 2.1 | Hydraulischer Abgleich nach GEG § 60a, 12 Heizkörper inkl. Protokoll | 1 | pauschal | 680,00 | 680,00
  • Beispiel GEG-Upgrade: Pos. 3.1 | GEG-Upgrade: Luft-Wasser-Wärmepumpe 10 kW statt Gaskessel (neuer EP) | 1 | pauschal | 8.400,00 | 8.400,00
  • Summe Nachtrag netto €, MwSt 19% €, Summe Nachtrag brutto € — klar abgetrennt von der Vertragssumme

Abschnitt 4 — Beauftragungsnachweis (schriftlich vor Ausführung!)

  • Schriftliche Anordnung des AG: E-Mail, Brief, Bautagebuch-Eintrag mit Unterschrift des AG (Datum + Verfasser)
  • Bei mündlicher Beauftragung: sofortige schriftliche Bestätigung per E-Mail — "Wie heute auf der Baustelle besprochen, beauftragen Sie uns mit dem hydraulischen Abgleich nach GEG § 60a…"
  • Ankündigungsschreiben bei § 2 Abs. 6: Datum der Ankündigung VOR Ausführungsbeginn — beweist die rechtzeitige Anzeige
  • Anlagenliste: Planrevision (Datum + Rev.-Nr.), BAFA-Fördernummer (falls vorhanden), Fotos der Ausgangssituation, GEG-Nachweis

Abschnitt 5 — Zusammenfassung und Zahlungsziel

  • Nachtragssumme netto €, MwSt 19% €, Nachtragssumme brutto €
  • Aktualisierte Auftragssumme: Ursprungsvertrag netto + alle bisherigen Nachträge + dieser Nachtrag = neue Gesamtsumme netto
  • Zahlungsziel: 14 Tage nach schriftlicher Beauftragung (oder lt. Vertrag)
  • UStG § 14 Pflichtangaben: Steuernummer, Rechnungsnummer, Leistungsdatum, 19% MwSt; bei §13b B2B: "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers gem. §13b UStG"
  • DATEV-Buchungshinweis: Erlöskonto 8400 (Bauleistungen 19% MwSt) oder 8125 (§13b)

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Häufige Fragen

Wann hat ein Heizungsbauer Anspruch auf einen Nachtrag?

Nach VOB/B § 2 Abs. 5 besteht Anspruch auf einen Nachtrag, wenn der Auftraggeber eine bereits vereinbarte Leistung ändert — z.B. höhere Heizlast durch Nutzungsänderung, geänderter Heizkörpertyp. Nach § 2 Abs. 6 gilt der Anspruch für zusätzliche Leistungen, die im LV nicht vorgesehen waren — z.B. nachträgliche GEG-Anforderungen, die nach Vertragsschluss rechtlich bindend wurden. Wichtig: Bei § 2 Abs. 6 muss die Ankündigung VOR Ausführung erfolgen.

Muss der hydraulische Abgleich separat angeboten werden?

Ja — der hydraulische Abgleich nach GEG § 60a ist seit dem Gebäudeenergiegesetz 2024 Pflicht bei Wärmeerzeuger-Austausch, war aber in vielen Altverträgen nicht explizit enthalten. Wenn das Originalangebot keinen hydraulischen Abgleich enthält, ist dieser als Nachtrag nach VOB/B § 2 Abs. 6 abzurechnen. Der Heizungsbauer muss den Nachtrag VOR Ausführung ankündigen und die GEG § 60a-Pflicht als Anlass benennen.

Wie wird ein Heizungsbauer-Nachtrag bei BAFA-geförderten Anlagen behandelt?

Die BAFA-Fördernummer (BEG EM) bezieht sich auf die Gesamtanlage und bleibt auch bei Nachträgen gültig, solange sich der Anlagentyp nicht ändert. Nachtragsleistungen wie hydraulischer Abgleich oder Rohrlängen-Mehraufwand können im Förderantrag als Teil der förderfähigen Kosten nachgereicht werden. Ein GEG-Upgrade von Gas- auf Wärmepumpe erfordert einen neuen BAFA-Antrag, da sich der Gerätetyp (und damit die Förderkategorie) ändert.

Kann werkflow Heizungsbauer Nachtragsangebote digital erstellen?

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