Zimmerer · Stundensatz 2026
Zimmerer Stundensatz Deutschland 2026: 52–95 €/h - Kalkulation
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Der Zimmerer-Stundensatz in Deutschland wird durch den Bundesrahmentarifvertrag Bau (BRTV, Ecklohn 22,73 €/h seit 1.4.2025), die Region und die nach Eurocode 5 (DIN EN 1995) und DIN 18334 (VOB/C) geforderte Bemessung und Dokumentation bestimmt - regional schwankt der Satz deutlich zwischen ostdeutschen und süddeutschen Bundesländern.
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Zimmerer Stundensatz Deutschland 2026: Richtwerte
| Qualifikation | Netto €/h | Brutto €/h (inkl. 19 % MwSt) |
|---|---|---|
| Geselle/Facharbeiter (regional) | 52–67 € | 62–80 € |
| Meister/Betriebsinhaber (Regelbereich) | 65–82 € | 77–98 € |
| Holzrahmenbau-/Modulbau-Spezialist | 80–95 € | 95–113 € |
Regionale Spanne: 52–54 €/h in Sachsen/Brandenburg (unteres Ende), rund 60 €/h in Niedersachsen (Mittelfeld), 65–67 €/h in Bayern und Baden-Württemberg (oberes Ende). Grundlage der Lohnkosten ist der Bundesrahmentarifvertrag Bau mit einem Ecklohn von 22,73 €/h seit 1.4.2025 - kein bundeseinheitlicher Kollektivvertrag wie in Österreich. Angebotspreise liegen darüber, weil Sozial-, Lohnneben- und Gemeinkosten mitkalkuliert werden. Quelle: lomageek.de/stundensatz-rechner/zimmerer, Stand 2026.
Zimmerer Stundensatz Deutschland richtig kalkulieren
- BRTV-Ecklohn als Lohnbasis: 22,73 €/h seit 1.4.2025 (+3,9 % zum 1.4.2026) - Zimmererarbeiten fallen unter § V Nr. 42 BRTV, nicht unter den branchenfremden Tarifvertrag Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie
- SOKA-BAU-Meldepflicht: monatliche Meldung an die Sozialkasse des Baugewerbes - eigener administrativer Aufwand, den Betriebe im Stundensatz einpreisen müssen
- Eurocode 5 (DIN EN 1995): Statische Nachweise nach DIN EN 1995-1-1 mit Nationalem Anhang, Festigkeitsklassen C24/C30 nach DIN EN 338, Holzschutz nach DIN EN 335
- DIN 18334 (VOB/C): Ausführung und Abrechnung von Zimmer- und Holzbauarbeiten - bestimmt Aufmaßregeln und Nebenleistungen
- Regionale Preisunterschiede: Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg) verrechnet deutlich höher als ostdeutsche Bundesländer - lokale Konkurrenzsituation und Lohnniveau vor der eigenen Kalkulation prüfen
- Kleinunternehmerregelung §19 UStG: Seit 1.1.2025 Vorjahr max. 25.000 € netto, laufendes Jahr max. 100.000 € netto - ohne Toleranzgrenze, ab Überschreiten sofort umsatzsteuerpflichtig
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Zimmerer in Deutschland pro Stunde?
Der Zimmerer-Stundensatz liegt in Deutschland 2026 zwischen 52 und 95 €/h netto (zzgl. 19 % MwSt) - mit deutlicher regionaler Spanne: von 52-54 €/h in Sachsen/Brandenburg bis 65-67 €/h in Bayern und Baden-Württemberg. Der bundesweite Regelbereich für Einzelunternehmer liegt bei 65-82 €/h, Holzrahmenbau- und Modulbau-Spezialisten verrechnen 80-95 €/h. Grundlage der Lohnkosten ist kein bundeseinheitlicher Kollektivvertrag wie in Österreich, sondern der Bundesrahmentarifvertrag Bau (BRTV) mit einem Ecklohn von 22,73 €/h seit 1.4.2025.
Gilt für Zimmerer in Deutschland ein bundesweiter Tarifvertrag?
Zimmererarbeiten fallen unter den Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (§ V Nr. 42 BRTV) - nicht unter den branchenfremden Tarifvertrag Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie (der gilt für Sägewerke und Serienmöbelproduktion). Der bundeseinheitliche Ecklohn liegt bei 22,73 €/h seit 1.4.2025, +3,9 % zum 1.4.2026, dazu kommt die monatliche SOKA-BAU-Meldepflicht.
Welche Norm bestimmt die Bemessung von Holzbaukonstruktionen in Deutschland?
Eurocode 5 (DIN EN 1995-1-1 mit Nationalem Anhang) ist seit 1.7.2012 bundesweit die verbindliche Bemessungsgrundlage - die frühere DIN 1052 wurde damit abgelöst. Ergänzend gelten Festigkeitsklassen C24/C30 nach DIN EN 338 und Holzschutzklassen nach DIN EN 335. Für Ausführung und Abrechnung von Zimmer- und Holzbauarbeiten gilt zusätzlich DIN 18334 (VOB Teil C).
Wie lange gilt die Gewährleistung bei Zimmererarbeiten in Deutschland?
Nach § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB gilt für einen Dachstuhl und andere fest mit dem Gebäude verbundene Bauwerksleistungen eine Gewährleistungsfrist von 5 Jahren ab Abnahme - nicht 2 Jahre wie bei beweglichen Sachen. Das ist eine andere Regelung als in Österreich, wo die ABGB-Gewährleistung nur 3 Jahre beträgt.
Kann ich Zimmererarbeiten steuerlich absetzen (Handwerkerbonus)?
Bei Sanierung und Reparatur am Bestand - nicht beim Dachstuhl-Neubau - können Privathaushalte nach §35a Abs. 3 EStG 20 % der Lohnkosten direkt von der Steuerschuld abziehen, maximal 1.200 € pro Jahr bei 6.000 € Lohnanteil. Materialkosten sind nicht begünstigt, die Rechnung muss Lohn- und Materialanteil gesondert ausweisen und per Überweisung bezahlt werden.
Ab wann muss ich als Kleinunternehmer in Deutschland Umsatzsteuer berechnen?
Seit der Reform zum 1.1.2025 gilt: im Vorjahr maximal 25.000 € netto Umsatz (davor 22.000 € brutto) und im laufenden Jahr maximal 100.000 € netto. Anders als in Österreich gibt es keine Toleranzgrenze - bereits der Umsatz, mit dem die 100.000-€-Grenze im laufenden Jahr überschritten wird, ist sofort umsatzsteuerpflichtig. Für die meisten Ein-Personen-Zimmereibetriebe im Nebenerwerb ist das relevant, für Betriebe mit Angestellten meist nicht.