Gerüstbau · Stundenzettel Vorlage
Gerüstbau Stundenzettel Vorlage: MiLoG § 17 + DGUV Vorschrift 38 — alle Pflichtfelder für Aufbau und Prüfung
Gerüstbaubetriebe verbinden klassische MiLoG-Pflichten mit sicherheitstechnischen Anforderungen der DGUV Vorschrift 38. MiLoG § 17 und der Rahmentarifvertrag Gerüstbaugewerbe schreiben Beginn, Pausenzeit und Nettostunden vor — zusätzlich müssen Gerüstfläche m², Gerüsttyp, Auf-/Abbau-Stunden getrennt, Sachkundigenprüfung alle 4 Wochen und Prüfprotokoll-Referenz als Pflichtfelder dokumentiert werden.
Gerüstbau Stundenzettel Vorlage: alle Pflichtfelder
Block 1 — Header: Identifikationsfelder (4 Felder)
- Firma / Betrieb: vollständiger Name des Gerüstbauunternehmens
- Datum: Arbeitstag (TT.MM.JJJJ)
- Baustelle / Auftragsnummer: Projektbezeichnung + interne Auftragsnummer (für Nachkalkulation, DATEV-Kostenstelle und Gerüstprüf-Dokumentation)
- Mitarbeiter: Vor- und Nachname (Pflicht nach MiLoG § 17 Abs. 1)
Block 2 — Zeiterfassung: MiLoG-Pflichtfelder (5 Felder)
- Arbeitsbeginn: Uhrzeit (HH:MM) — Pflicht MiLoG § 17
- Arbeitsende: Uhrzeit (HH:MM) — Pflicht MiLoG § 17
- Pausenzeit: Dauer in Minuten (Pflicht ArbZG § 4: mind. 30 Min. bei >6h, mind. 45 Min. bei >9h)
- Aufbau-Stunden: gesonderte Erfassung der Aufbauzeit in Stunden:Minuten
- Abbau-Stunden: gesonderte Erfassung der Abbauzeit in Stunden:Minuten (unterschiedliche Lohngruppe nach RTV Gerüstbaugewerbe)
Block 3 — Gerüstbau-spezifische Felder (6 Felder)
- Gerüstfläche m²: Länge × Höhe je Belagebene — Abrechnungseinheit nach VOB/B-Einheitspreisvertrag (m²-Mietfläche × Mietdauer) und DGUV-Prüfungsgegenstand
- Gerüsttyp: Fassadengerüst (Standgerüst) / Raumgerüst / Konsolgerüst / Hängegerüst / Fahrgerüst — bestimmt Prüfanforderungen nach DGUV Vorschrift 38
- Gerüst-ID / Gerüst-Nummer: eindeutige interne Gerüst-ID für Prüfprotokoll-Zuordnung und Gerätebucheintragung nach DGUV
- Sachkundigenprüfung nach DGUV Vorschrift 38: Prüfdatum, Name und Sachkundigenschein-Nummer des Prüfers, Prüfergebnis (i.O. / Mängel vorhanden + Mängelliste-Referenz) — Pflicht alle 4 Wochen
- Lastklasse / Breitenklasse: Lastklasse (1–6 nach DIN EN 12811) und Breitenklasse (W06–W24) — Pflichtangabe für Aufbau- und Verwendungsanleitung nach DIN 4420
- Wetterunterbrechung: Uhrzeit Beginn + Ende + Ursache (Wind >12,5 m/s, Eis, Nebel) — Pflicht für Haftungsabgrenzung und ggf. SOKA-BAU Schlechtwettergeld
Block 4 — Tätigkeitsbeschreibung (2 Felder)
- Durchgeführte Arbeiten: Freitextfeld — genaue Beschreibung (z.B. "Fassadengerüst Süd aufgebaut, 4 Lagen, 180 m², Lastklasse 3, Sachkundigenprüfung durchgeführt, i.O.")
- Besonderheiten / Behinderungen: Abweichungen vom Gerüstplan, Behinderungen nach VOB/B § 6, Nachtragspotenzial
Block 5 — Rechtliche Pflichtfelder (3 Felder)
- Unterschrift Mitarbeiter: handschriftlich oder qualifizierte elektronische Signatur (QES nach eIDAS)
- Unterschrift Gerüstbaumeister / Kolonnenführer (Pflichtfeld): Gegenzeichnung — Voraussetzung für DGUV-Dokumentation und Lohnprüfung nach MiLoG
- Unterschrift Auftraggeber / Bauleiter AG: Bestätigung für Regieabrechnung, Gerüstübergabe und Haftungsübergang
Vom Stundenzettel zur digitalen Gerüstbau Zeiterfassung
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Was schreibt MiLoG § 17 für Gerüstbaubetriebe vor?
MiLoG § 17 verpflichtet Gerüstbauunternehmen, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufzuzeichnen — spätestens bis zum Ende des 7. auf den Arbeitstag folgenden Kalendertags. Aufbewahrungspflicht 2 Jahre. BG BAU ist die zuständige Berufsgenossenschaft für Gerüstbauer und verlangt bei Arbeitsunfällen vollständige Stunden- und Tätigkeitsnachweise. Besonderheit Höhenarbeit: Auf- und Abbau müssen gesondert dokumentiert werden, da unterschiedliche Sicherheitsvorschriften nach DGUV Vorschrift 38 gelten.
Warum müssen Auf- und Abbau-Stunden getrennt im Gerüstbau Stundenzettel erfasst werden?
Auf- und Abbau-Stunden werden im Gerüstbau aus drei Gründen getrennt erfasst: Erstens gelten unterschiedliche Lohngruppen nach dem Rahmentarifvertrag Gerüstbaugewerbe (Monteur vs. Geselle beim Abbau). Zweitens ist die Kalkulation nach Aufbauphase unterschiedlich — Aufbau benötigt ca. 60% der Gesamtstunden, Abbau ca. 30%, Umbau/Anpassung ca. 10%. Drittens dient die Trennung der Haftungsabgrenzung bei Schadensfällen während der Gerüstnutzungszeit.
Wie wird die DGUV Sachkundigenprüfung im Gerüstbau Stundenzettel dokumentiert?
DGUV Vorschrift 38 schreibt vor, dass Gerüste alle 4 Wochen durch einen Sachkundigen geprüft werden müssen. Im Stundenzettel wird die Prüfprotokoll-Referenz (eindeutige ID des Prüfprotokolls), der Name des Sachkundigen, sein Sachkundigenschein-Nummer und das Prüfergebnis (ohne Mängel / mit Mängeln + Mängelliste) erfasst. Gerüstfläche m² (Länge × Höhe je Belagebene) und Gerüsttyp (Fassaden-/Raum-/Konsolgerüst) werden als Prüfungsgegenstand ebenfalls festgehalten.
Kann ich den Gerüstbau Stundenzettel digital erfassen und DATEV-kompatibel exportieren?
Ja — werkflow erfasst Gerüstbau-Stundennachweise digital auf der Baustelle, dokumentiert Gerüstfläche m², Gerüsttyp, Auf-/Abbau-Stunden getrennt und DGUV-Sachkundigenprüfung automatisch und exportiert am Monatsende alle Stundenzettel im DATEV-Format. MiLoG-konforme Aufbewahrung 2 Jahre und BG BAU-gerechte Tätigkeitsnachweise sind inklusive.